Martin-Luther-Schule

Schulprogramm

 

 

 

 

Schulprogramm

der Martin-Luther-Schule in Coesfeld

Evangelische Bekenntnisschule

Stand: 31.11.2017

 

Inhalt

1. Das Kollegium der Martin-Luther-Schule. 3

2. Das Team der OGS der Martin-Luther-Schule im Schuljahr 2017/2018. 4

3. Unsere Sekretärin und unsere beiden Hausmeister. 5

4. Unser Schulprofil6

5. Unsere Schulordnung. 10

6. Patensystem der Klassen 1 und 4. 11

7. Elternmitwirkung in der Martin-Luther-Schule. 11

8. Lernen in der Schule. 12

9. Offene Arbeitsformen – individuelle Förderung – Differenzierung. 12

10. Lesekompetenz. 13

11. Mathematik. 16

12. Sachunterricht. 20

13. Verkehrserziehung und Mobilitätserziehung. 25

14. Englischunterricht in der Grundschule. 25

15. Evangelische Religion. 27

16. Kunstunterricht in der Grundschule. 27

17. Medienkonzept. 29

18. Ausbildung an der Martin-Luther-Schule. 29

19. Beratungskonzept der Schule. 29

20. Musische Erziehung. 31

21. Diagnostik. 34

22. DAZ - Deutsch als Zielsprache („DaZ“)34

23. Sport. 36

24. Individuelle Förderung. 37

25. Leistungsbewertung. 38

26. Hausaufgaben an der Martin-Luther-Schule. 38

27. Arbeitsgemeinschaften in der Schule. 38

28. Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)39

29. Schulveranstaltungen. 39

30. Schulsozialarbeit. 41

31. Vermittlung von Sozialkompetenzen. 42

32. Einschulung in der Martin-Luther-Schule. 43

33. Konzept des Offenen Ganztags an der Martin-Luther-Schule. 45

34. Übergang zu den weiterführenden Schulen. 51

35. Zusammenarbeit mit dem Ev. Familienzentrum Martin Luther. 52

36. Außerschulische Partner und Projekte. 52

37. Bücherei: Kooperation mit der evangelischen Gemeindebücherei53

38. Projekt „Kulturstrolche“. 54

39. Gesundheitsförderung und Prävention mit dem Projekt Klasse 2000. 54

40. Theaterpädagogisches Projekt: Mein Körper gehört mir. 55

41. Logopädie - Ergotherapie. 57

42. Chronik bis 2001, ab 2001, ab 2010. 57


1. Das Kollegium der Martin-Luther-Schule

 

  • Stand: 29. August 2018

 

 

Von links nach rechts:

Frau Ueing (1b), Frau Beckert, Frau Frye (2a), Frau Pust, Frau Lüking (4), Frau Lembeck (3a), Herr Klaus (2a), Frau Hoppe, Frau Bauerdick (3b), Frau Quante (LAA), Frau Beßler (2b), Frau Femmer (Schulleiterin), Frau Damhorst (1a)

 

2. Das Team der OGS der Martin-Luther-Schule im Schuljahr 2018/2019

 

 

Von links nach rechts:

Jutta Vennemann, Tina Vennes, Sven Klawikowski (Jahrespraktikant), Carmen Marian (Koordination),

Eva Steckel-Nikov, Susan Meyer, Maria Suerhoff

 

3. Unsere Sekretärin und unsere beiden Hausmeister

Stand: 01.08.2017

 

Unsere Sekretärin:

 

Frau Iding

 

 

Unsere Hausmeisterin:        Unser Hausmeister:

              

Frau Hüwe                                                                                 Herr Bertels

  

                 


4. Unser Schulprofil

Miteinander leben und lernen – Unter einem Dach

Geht man an einem beliebigen Morgen vor dem Unterricht über den Schulhof oder durch die Klassen, so sieht man fröhliche gut gelaunte Kinder, die sich auf den Schulmorgen und den Unterricht freuen.

Man merkt, hier sind Kinder, die gerne in die Schule gehen.

Da werden die letzten Neuigkeiten ausgetauscht, man spielt miteinander oder bereitet sich auf den Unterricht vor. Die Klassen sind offen, jedes Kind kann in seine Klasse gehen oder bis zum Schellen auf dem Schulhof bleiben.

Und wenn man als LehrerIn in die Klasse kommt, sieht man in den meisten Gesichtern erwartungsvolle Spannung und Freude auf das, was heute gelernt werden soll.

Schon am ersten Schultag bekommen die Erstklässler eine Patin oder einen Paten aus dem 4. Schuljahr zugeteilt, an die sie sich immer wenden können, nicht nur, wenn es Probleme gibt. Die Pausen werden gemeinsam verbracht, es werden gemeinsame Aktionen veranstaltet, auch gemeinsame Unterrichtsstunden finden statt. So merken die Kinder des 1. Schuljahres schnell, dass sie von Anfang an zur Schulgemeinde gehören.

Im Unterricht selbst wird viel Wert auf gemeinsames Arbeiten gelegt. Die Kinder sitzen in der Regel an Gruppentischen und haben so die Möglichkeit, sich untereinander bei Schwierigkeiten zu helfen.

Offene Unterrichtsformen wie Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Lernen an Stationen, Arbeiten nach einem Wochenplan sind selbstverständlicher Bestandteil des Unterrichts und sorgen mit dafür, dass die Kinder das gemeinsame Lernen als etwas Normales empfinden.

In unseren jährlich stattfindenden Projektwochen wird der Klassenverband aufgelöst und je nach Interessen finden sich Gruppen zusammen, die gemeinsam jahrgangsübergreifend an Projekten ihrer Wahl arbeiten.

Natürlich gibt es, wie immer, wenn viele Menschen zusammen leben, auch Schwierigkeiten. Die Kinder werden an unserer Schule ab der Klasse 1 dazu ermuntert und angeleitet, Problemlösegespräche zu führen. Dazu werden ab der Klasse 3 KlassensprecherInnen gewählt, die nach und nach lernen sollen, die Interessen der Klassen zu vertreten.

Und so wie in der großen Politik durch gemeinsame Beratungen die Regeln für das Zusammenleben erarbeitet und umgesetzt werden, so wird in den Klassen 3 und 4 ein Klassenrat abgehalten, bei dem anstehende Probleme und Schwierigkeiten beraten und Lösungen erarbeitet werden.

Doch wird in der Schule nicht nur gelernt. Die Kinder üben auch, Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen. In den Klassen sind Klassendienste eingerichtet, die bestimmte Aufgaben (Fegen, Kakaoverteilung, Tafeldienst usw.) in die Verantwortung der SchülerInnen geben.

Auch gemeinsame Unternehmungen und das gemeinsame Feiern sind wichtige Bestandteile unseres Unterrichts. Dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Wie spiegelt sich dieser Schwerpunkt in unserem Schulleben wider?

Schule ist mehr als Unterricht – dieser Satz hat für das Lehrerkollegium der Martin-Luther-Schule einen wichtigen Stellenwert. Feste und Feiern, Gottes­dienste, Ausflüge und Klassenfahrten sind für die Kinder, aber auch für LehrerInnen und Eltern wichtiger Bestandteil des Schulalltags.

Viele Aktionen werden von SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern gemeinsam vorbereitet und gestaltet. Es gibt individuelle Veranstaltungen der Klassen, bei denen sich Kinder, Eltern und KlassenlehrerInnen auch außerhalb der Unterrichtszeit zum Feiern, Spielen, Basteln, Grillen und gemütlichem Beisammensein treffen. Auch dadurch werden die Familien der Kinder in die Klassengemeinschaft mit ein­bezogen.

Beliebt sind natürlich auch die Feste der ganzen Schule. Alle zwei Jahre feiern wir ein großes Schulfest. Im Wechsel mit dem Schulfest findet ebenfalls alle zwei Jahre eine Fahrt der ganzen Schule statt, die uns meist zum Ketteler Hof nach Haltern-Lavesum führt. Jedes Jahr führen wir ein Spiel- und Sportfest durch, weiter sind Karnevalsfeier, Frühlingsfest mit Stauden- und Kinder­floh­markt sowie die Feiern und das gemeinsame Basteln in der Vorweihnachtszeit zu nennen. Die neuen Schul­anfänger nehmen wir in einem Einschulungsfest in unsere Mitte auf, von den Viertklässlern verabschieden wir uns in einem Abschiedsfest.

Bei all diesen Aktionen profitiert unsere Schule von einer sehr engagierten Eltern­schaft. Eltern fühlen sich mit der Martin-Luther-Schule stark verbunden, auch weil viele diese Schule bewusst (trotz des längeren Schulwegs) für ihr Kind wählen. Die guten Erfahrungen wollen sie an künftige Schulanfänger-Eltern weiter­geben. Deshalb wurden die Eltern-Eltern-Gespräche am Tag der offenen Tür ins Leben gerufen, die seit vielen Jahren Bestandteil unseres Schulprogramms sind und bei denen sich Schul­anfänger-Eltern sowie ihre Kinder über unsere Schule informieren und Schule erleben können.

Ein wichtiger Baustein in unserem Schulleben ist der Förderverein, der sich zur Aufgabe gesetzt hat, die Martin-Luther-Schule ideell und materiell zu unterstützen. Nur durch ihn konnten viele Dinge angeschafft und Projekte verwirklicht werden, die aus unserem Schulalltag gar nicht mehr wegzudenken sind; als Beispiele sind die Kletterspinne auf dem Schulhof, das Klavier für die musische Erziehung, zahlreiche Klassenlektüren und die Finanzierung der Schulfahrt zum Ketteler Hof zu nennen.

Auch in Erziehungsfragen arbeitet das Lehrerkollegium eng mit den Eltern zusammen­. Dafür sind die LehrerInnen unserer Schule bereit, auch außer­halb von Elternsprechtagen und Sprechstunden Einzelgespräche zu führen. Grund­­sätzliche Fragen werden bei gemeinsamen Tagungen von Schulpflegschaft und Kollegium geklärt.

Viele Kinder unserer Schule besuchen nach dem Unterricht die Offene Ganz­tags­schule bis 16.00 Uhr oder nutzen die Verlässliche Betreuung bis 13.15 Uhr. Auch hier sind die Kinder in eine Gemeinschaft eingebunden, knüpfen soziale Kontakte und lernen Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Betreuungsteam und Lehrerkollegium arbeiten in der Hausaufgabenbetreuung zusammen und tauschen sich regelmäßig aus. Dass die Kinder sich hier wohl­ fühlen, zeigt sich unter anderem in dem oft gehörten Satz „Musst du mich jetzt schon abholen?“

Im Jahr 1990 bezog die evangelische Martin-Luther-Grundschule ihr jetziges Schul­gebäude am Köbbinghof und ist damit direkter Nachbar der Evangelischen Kirchen­gemeinde. Und das ist eine gute Nachbarschaft: Unsere Schule darf einen Teil des Grundstücks der Kirchengemeinde als Schulhof mitbenutzen. Zusammen mit der evangelischen Gemeindebücherei werden über den monat­lichen Büchereitag für alle Klassen hinaus viele Aktionen geplant (Vorlesepaten, Leserucksäcke, …). Zu besonderen Festtagen finden Gottesdienste in der Evangelischen Kirche am Markt statt, die von einzelnen Klassen zusammen mit den PfarrerInnen vorbereitet werden. Unsere Schulkinder und ihre Familien werden ein­bezogen bei Familiengottesdiensten und Kindertagen der Kirchengemeinde. Und nicht zuletzt: Immer, wenn es bei besonderen Veran­staltungen an Platz in der Schule mangelt, dürfen wir die Räume im benachbarten evangelischen Gemeindehaus mitbenutzen.

 

Schwerpunkt: Martin Luther im Religionsunterricht

Im Religionsunterricht wird das Leben und Werk Luthers den Jahrgängen entsprechend kindgerecht und wiederkehrend aufgegriffen.

Besonders unter dem Gesichtspunkt „evangelisch – katholisch“ ist es uns ein Anliegen, dass die SchülerInnen die Reformationsgeschichte kennen und in Ansätzen verstehen. Die regelmäßige Schulfahrt nach Wittenberg ist hierin eingebunden.

 

Prägung des Religionsunterrichtes durch Werte und Ansichten Luthers

Im evangelischen Religionsunterricht der Grundschule soll den SchülerInnen das Bild eines in seiner Liebe den Menschen zugewandten und ihm entgegenkommenden Gottes vermittelt werden. Die Annahme, dass Gott ein gerechter, liebender und kein strafender Gott ist, ist eine von Luthers wichtigsten Erkenntnissen.

Weiterhin hat der evangelische Religionsunterricht die Aufgabe, die Identitätsentwicklung der SchülerInnen zu stärken und zu fördern. Für das einzustehen, woran man glaubt, war eine von Luthers Lebensprinzipien („Hier stehe ich – ich kann nicht anders“).

Indem wir diese Werte und Ansichten im Religionsunterricht vermitteln, lehren wir im Sinne Luthers.

 

Projekttage zu religiösen Themen

Bei der Planung von regelmäßig stattfindenden Projekttagen kommen auch immer wieder religiöse Themen zum Tragen. So entstanden zum Beispiel Projekte mit dem Thema „Jona“ und „Martin Luther“.

Über mehrere Tage und auf unterschiedlichen Wegen setzten sich die SchülerInnen mit religiösen Fragen auseinander und präsentierten den MitschülerInnen, LehrerInnen und Eltern am Ende ihre Antworten und Ausarbeitungen.

Schulgottesdienst zum Reformationsfest

Alljährlich zum Reformationsfest am 31.Oktober, dem Geburtstag der evangelischen Kirche, feiern wir mit der ganzen Schulgemeinde und den zukünftigen Erstklässlern des Martin-Luther-Familienzentrums einen von Schulklassen vorbereiteten Gottesdienst. Die reformatorischen Gedanken Martin Luthers stehen im Mittelpunkt dieses Gottesdienstes und sollen für uns alle immer wieder verständlich gemacht werden.

Regelmäßige Schulgottesdienste

Darüber hinaus kommt die Schulgemeinde mehrmals im Jahr zu gemeinsamen evangelischen Gottesdiensten zusammen:

                        zur Einschulung der Erstklässler

                        zu Weihnachten und Ostern

                        zur Entlassung der Viertklässler am Schuljahresende.

Alle Klassen sind in die Vorbereitungen mit einbezogen und gestalten die Feiern mit. Immer sind auch Eltern und Interessierte eingeladen.

Evangelische Werteerziehung

Grundlage unseres Zusammenlebens und Lernens ist die christlich-evangelische Welt- und Menschensicht. Wir leben in unserer Schule im Bewusstsein dieser religiösen Werte und geben sie an andere weiter, denn wir halten sie für eine sinnvolle Orientierungshilfe im friedlichen Miteinander, in gegenseitiger Wertschätzung und in Verantwortung für die Schöpfung.

Die Lutherrose, die unser Schullogo deutlich prägt, macht diese Werthaltung für uns alle sichtbar.

 

5. Unsere Schulordnung

Alle SchülerInnenInnen und LehrerInnen sollen sich in unserer Schule wohlfühlen. Deshalb ist es wichtig, dass wir Rücksicht aufeinander nehmen und uns so verhalten, dass niemand beleidigt oder verletzt und dass nichts beschädigt wird.

Folgende für alle verbindlich festgelegten Regeln sollen helfen, dass gegenseitiger Respekt, gegenseitige Höflichkeit und Achtung und damit auch das Lernen leichter fallen.

 

Regeln für das Zusammenarbeiten

  1. Ich kann ab 7.45 Uhr in meine Klasse gehen.
  2. Ich komme pünktlich in die Klasse und halte mich an die verwinbarten Schul-und Klassenregeln.
  3. Ich bringe täglich vollständige Arbeitsmaterialien und Hausaufgaben mit.
  4. Ich achte auf die Anweisungen der LehrerInnen.

Regeln für das Verhalten auf dem Schulgelände und in den Gebäuden

  1. Ich bewege mich rücksichtsvoll und leise im Schulgebäude.
  2. Meine Jacke und meinen Sportbeutel bringe ich an den dafür vorgesehenen Platz.
  3. Ich achte im gesamten Schulgebäude und auf dem Schulhof auf Sauberkeit und Ordnung.
  4. Ich spiele in der Pause auf dem Schulhof, bei Regenpausen in der Klasse.
  5. Ich spiele Fußball ausschließlich auf der dafür vorgesehenen Fläche und zu den festgelegten Zeiten.
  6. Ich beachte die STOPP-Regel (s.u.).
  7. Ich beachte, dass das Werfen mit Schneebällen und das Schlindern bei Schnee und Glatteis verboten sind.
  8. Auf dem Schulgelände schiebe ich mein Fahrrad.
  9. Ich bleibe bis zum Unterrichtsende auf dem Schulgelände.
  10. Ich halte mich an die Anweisungen der LehrerInnen.

Regeln für den Schulweg

  1. Ich gehe meinen Schulweg direkt und ohne Umweg.
  2. Ich beachte die Verkehrsregeln.
  3. Ich steige langsam, vorsichtig und rücksichtsvoll in den Bus ein und aus.

 

Die Stopp-Regel

Um allen Kindern an unserer Schule zu helfen, sich bei Aggressionshandlungen richtig zu verhalten, haben wir an unserer Schule die „Stopp“-Regel eingeführt. Häufig beginnen Konflikte im Spiel. Beide Seiten haben Spaß, bis es einem Kind zu viel wird bzw. MitschülerInnen die Grenze zur verbalen oder nonverbalen Gewalt überschreiten. Um in solchen Situationen ein klares und für jeden verständliches Signal geben zu können, haben wir mit den Kindern Folgendes vereinbart:

Wenn ein Kind laut und deutlich „Stopp“ sagt bzw. ruft, muss das andere Kind sofort mit seinen Handlungen aufhören, denn dann ist die persönliche Grenze des anderen überschritten. Die Konflikte können anschließend entweder unter den Kindern verbal geklärt werden oder die Kinder holen einen Erwachsenen zu Hilfe. Sollte ein Kind sich nicht an diese Regel halten, muss die Aufsichtsperson informiert werden, um den Vorfall zu klären bzw. weitere Maßnahmen durchzusetzen. Wir wollen eine Kultur des Hinschauens und der gegenseitigen Hilfe schaffen: MitschülerInnen, die ein „Stopp“ hören, sind angehalten, die Aufsicht bei Bedarf zur Hilfe zu holen.

 

6. Patensystem der Klassen 1 und 4

Dass sich die Erstklässler von Anfang an bei uns wohl fühlen, ist nicht zuletzt auch der Verdienst der Helferkinder aus der Jahrgangsstufe 4. Diese werden in ihrer Funktion als so genannte „Paten“ mit der Aufgabe betraut, den Kindern der Klassen 1 während des gesamten ersten Schuljahres und insbesondere während der ersten Schulwochen mit Rat und Tag beizustehen. Auf diese Weise helfen die Viertklässler ihren jüngeren MitschülerInnen, sich rasch im Schulleben zurechtzufinden und einzugewöhnen.

In den Pausen aber auch während der „Patenstunden“, in denen gemeinsam gespielt oder gearbeitet wird, treffen sich die SchülerInnen beider Jahrgänge. In der Regel knüpfen sie schnell Kontakte und bauen gute Beziehungen auf.

Patenschaften stärken das Selbstvertrauen der Kinder:

Die „Großen“ übernehmen eine wichtige, verantwortungsvolle Aufgabe, die „Kleinen“ erhalten Anerkennung und Zuwendung.

 

7. Elternmitwirkung in der Martin-Luther-Schule

Lehrerinnen, Lehrer und Eltern (…) wirken in vertrauensvoller Zusammenarbeit an der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule mit und fördern dadurch die Eigenverantwortung in der Schule. Dabei ist die Tätigkeit der Eltern in den Mitwirkungsgremien ehrenamtlich.

(SchulG § 62, Grundsätze der Mitwirkung)

Die klassischen Gremien, in denen die Eltern in der Schule mitwirken, sind die Klassenpflegschaft, Schulpflegschaft und Schulkonferenz.

So wird in jeder Klasse auf dem ersten Elternabend im neuen Schuljahr ein Pflegschaftsvorsitzender/eine Pflegschaftsvorsitzende und sein/ihre VertreterIn gewählt.

Die Elternpflegschaft unterstützt die LehrerInnen bei Organisatorischem und dient der Zusammenarbeit zwischen Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen.

Die gewählte Elternpflegschaft hat die Möglichkeit in der Schulpflegschaft, in der sich mindestens ein gewähltes Mitglied jeder Klasse mit der gewählten Vertretung des Kollegiums trifft, die Interessen der Eltern bei der Gestaltung der Bildungs- und Erziehungsarbeit der Schule zu vertreten.

Die Schulkonferenz hat bei Schulen bis 200 SchülerInnen 6 Mitglieder. Neben der Schulleitung ist die gewählte Vertretung der LehrerInnen und die gewählten Eltern aus der Schulpflegschaft Mitglied bei diesem Gremium.

Darüber hinaus unterstützen die Eltern an zahlreichen weiteren Stellen das Schulleben in der Martin-Luther-Schule. So freuen wir uns auf die verlässliche Hilfe der Eltern z.B. an Wandertagen, bei der Fahrradausbildung, bei der Schwimmbegleitung, beim adventlichen Basteln, bei AG Angeboten, Abschlussfesten, Musicals, ...

Die Leseförderung findet ebenfalls oftmals mit Hilfe von Eltern statt, die mit einzelnen Kindern wöchentlich Lesen üben und bei „Antolin“ unterstützend helfen. (s. Lesekonzept).

Auch der Förderverein (s. Absatz Förderverein) kann nur durch ehrenamtliche Elternmitwirkung getragen werden.

Es gibt viele Bereiche in unserer Schule, die auf Elternmitwirkung angewiesen sind. Die Martin-Luther-Schule öffnet sich gerne und freut sich über die aktive Unterstützung der Eltern.

 

8. Lernen in der Schule

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

9. Offene Arbeitsformen – individuelle Förderung – Differenzierung

 

Offene Arbeitsformen

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

Individuelle Förderung

Das Lernen in der Grundschule sollte Möglichkeiten bieten, die Persönlichkeit jedes Kindes zu entfalten. Wir wollen eine Schule mit Herz, Hand und Verstand sein und alle Kinder ihren Begabungen entsprechend fördern. Dies geschieht durch offene Unterrichtsformen wie Projektunterricht, Werkstattarbeiten, Lernen an Stationen und der Arbeit mit individuellen Lernaufgaben. Außerdem bietet unsere Schule in jeder Jahrgangsstufe zusätzliche Förderstunden in den Fächern Deutsch und Mathematik sowie Sport-Förderunterricht und DaZ (Deutsch als Zweitsprache) an. Eine Lehrkraft ist speziell für die Förderung von Kindern mit Dyskalkulie ausgebildet und bietet Förderunterricht in Kleingruppen an. Individuelle Förderung erfolgt außerdem in Team-Teaching-Stunden (d.h. zwei Lehrkräfte sind gemeinsam in einer Klasse), in denen auch kleinere Gruppen für lernschwache und lernstarke SchülerInnen gebildet werden, soweit es der Stellenplan zulässt. Während Freiarbeitsphasen, im offenen Anfang oder innerhalb des Wochenplanes fördern wird das selbstständige Arbeiten der Kinder. Zudem werden an unserer Schule Konzentrationstraining in Kleingruppen und SchülerInnen-Beratungsstunden angeboten.

 

Differenzierung

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

10. Lesekompetenz

Lesen ist der Schlüssel zur Welt, ein Schlüssel, der viele unterschiedliche Türen öffnen kann. Lesen ist wichtig zum Wissenserwerb und zur Wissenserweiterung. Wir brauchen diese Basisqualifikation zur Beschaffung aller Arten von Informationen zu Themen, aber auch zur Orientierung innerhalb der täglichen Alltagsbewältigung. Lesen kann kreative Prozesse anregen und unsere sprachlichen Fähigkeiten erweitern. Gerade auch für die neueren Medien, Computer und Internet ist eine hohe Lesekompetenz eine wichtige Voraussetzung. Wer liest, kann sich in Handlungen und Gefühle anderer Menschen hineinversetzen und damit seine eigenen Gefühle wahrnehmen und verarbeiten. Und natürlich: Lesen macht Spaß und kann uns in völlig unterschiedliche Welten versinken lassen.

Das sind einige der Gründe, warum uns der Auf- und Ausbau der Lesefähigkeit unserer Kinder besonders am Herzen liegt.

Deshalb haben wir uns im Bereich der Lesekompetenz und Lesemotivation folgende Ziele gesetzt:

  • Wir möchten allen Kindern im Unterricht und darüber hinaus ermöglichen, eine hohe Lesekompetenz zu erwerben.
  • Dazu gehört ganz besonders, die Lesemotivation unserer Schüler zu wecken und zu erhalten.
  • Wir wollen „Lesen als grenzenloses Abenteuer der Kindheit“ (so Astrid Lindgren) den Kindern erfahrbar machen.
  • Wir wollen in unserer Schule Raum und Atmosphäre schaffen, damit sie von den Kindern als „Ort des Lesens“ angenommen wird.

Das Lernen lebt auch von der Vielfalt der Angebote.

Wir haben an unserer Schule in den letzten Jahren ein Netzwerk von inner- und außerschulischen Fördermaßnahmen geschaffen. Dabei hatten wir das Glück, vielseitige Unterstützung und auch Anregungen von außerschulischen Stellen zu bekommen.

Wenn die Kinder in unsere Schule kommen, sind ihre sprachlichen Fähigkeiten und auch ihre Buchstabenkenntnisse sehr unterschiedlich. Deshalb setzen wir im Leselernprozess von Anfang an differenzierte Lesematerialien und Methoden ein. Durch den Einsatz von Anlautbildern (z.B. in Form eines Anlautlineals) stehen den Kindern vom ersten Schultag an alle Laute und Buchstaben zur Verfügung. Für Kinder, die bereits gute Buchstabenkenntnisse mitbringen, gibt es genauso wie für Kinder, die erst wenige oder gar keine Buchstaben kennen differenzierte Lesematerialien, wie z.B. Leselernspiele in verschiedenen Ausführungen und differenzierte Leseheftchen wie z.B. die „Lies mal – Hefte“.

Der Leselernprozess wird außerdem immer wieder von „Lesemüttern/Vätern“ unterstützt. Nach Absprachen mit den Klassenlehrern und der Klassenpflegschaft üben diese Eltern mit Kleingruppen das Lesen. Diese Art der Förderung hat sich sehr bewährt; besonders für zurückhaltende Kinder ist das Lernen in einer kleinen Gruppe wichtig und effizient.

Sehr beliebt ist auch das Lesen üben mit den Patenklassen.  

In diesen Stunden können zunächst die Großen (Schüler der Klassen 4) den Kleinen etwas vorlesen; nach und nach lesen aber auch die Kleinen den Paten etwas vor. Für beide Klassenstufen ist das sowohl vom sozialen als auch vom lerntechnischen Standpunkt aus betrachtet ein Gewinn.

Schon seit einigen Jahren unterstützen uns in diesem Lernprozess Mitarbeiterinnen der evangelischen Gemeinde. Die Idee wurde in der Gemeindebücherei entwickelt und ist aus unserem Schulleben nicht mehr wegzudenken. Immer dienstags kommt eine Klassenstufe unserer Schule in den Genuss, von mehreren Lesepaten (in Gruppen) im Schulgebäude und/oder im Gemeindehaus „ein Stück Literatur“ vorgelesen zu bekommen und sich damit auseinander zu setzen. Auf diese Art wird den Kindern in entspannter Atmosphäre der Zugang zu ganz unterschiedlichen Literaturarten ermöglicht und ihre Lesemotivation gestärkt.

Ein weiteres Angebot der evangelischen Bücherei, das gerne von den Kindern, aber auch von den Lehrern angenommen wird, ist der monatliche Ausleihtag.    

An diesem Tag (immer freitags) öffnet die Bücherei nur für unsere Schüler ihre Türen zur Ausleihe von Büchern. Die Mitarbeiterinnen beraten die Kinder und weisen sie auf bestimmte altersgerechte Bücher hin. Für das erste Schuljahr bieten sie außerdem einen Kennenlern- und Einführungstag in ihrer Bücherei an.

Da die Gemeindebücherei direkt neben unserer Schule liegt, bleibt nach der Ausleihe in vielen Klassen auch noch Raum für eine anschließende, entspannte Lesezeit.

Die Kinder suchen sich entweder im Klassenraum oder in Nebenräumen eine für sie gemütliche Lesenische. Einige Kinder lesen für sich allein, andere betrachten gemeinsam Sachbücher und wieder andere lesen sich gegenseitig etwas vor.

Seit 2009 gibt es ein weiteres Angebot der evangelischen Bücherei. Für Kinder, für die eine zusätzliche besondere Förderung im Leseprozess wichtig ist, kommen zu abgesprochenen Zeiten (direkt im Anschluss an den Unterricht) so genannte Lesementoren, die mit jeweils einem Kind das Lesen üben. Bei dieser Eins-zu-Eins-Betreuung besteht die Möglichkeit, ganz speziell auf die Fähigkeiten und Schwierigkeiten des einzelnen Kindes einzugehen. Wir danken den Ehrenamtlichen für ihren Einsatz und freuen uns über die positiven Rückmeldungen.

Nicht nur in der Bücherei, sondern auch in der Schule stehen den Kindern viele Bücher zur Verfügung.

Jede Klasse besitzt eine Klassenbücherei, die sowohl im Unterricht benutzt werden kann, aus der aber auch Bücher ausgeliehen werden können. In einigen Klassen werden diese Büchereien kontinuierlich durch Buchspenden von Eltern unserer Schüler erweitert. So bringen Kinder an ihrem Geburtstag z.B. ein Buch für ihre Klassenbücherei mit.

In allen Klassen wird den Kindern vorgelesen, um ihnen die Freude am Lesen zu erhalten. In einigen Klassen findet auch eine Lesenacht im Klassenraum statt;                                  

das ist für die Kinder natürlich ein besonders schönes Erlebnis.

Sehr beliebt im Deutschunterricht sind Klassenlektüren. Pro Schuljahr wird im Unterricht mindestens eine Lektüre bearbeitet. Oft wird dazu ein Lesebegleitheft geführt, in dem die Kinder sich mit dem Inhalt des Buches auseinandersetzen. Der Förderverein der Schule finanziert vielfach die Anschaffung dieser Bücher.

Weil Leser Schreiber brauchen und umgekehrt Schreiber Leser, verfassen unsere Schüler schon ab Klasse 1 eigene Texte zu unterschiedlichen Anlässen und diese Werke hängen für die anderen Klassen zum Lesen als Plakate aus oder liegen in Form von selbstgebundenen Büchern in den Klassen oder Fluren.

                                            

Auch im Kunstunterricht kommen Bücher zum Tragen. Hier bilden unterschiedliche Kinderbücher die Grundlage für kreative Schaffensprozesse.

 

Im Rahmen vergangener Projektwochen wie z.B. „Von Bücherwürmern und Leseratten“ und „Astrid Lindgren“ beschäftigte sich die ganze Schule mit verschiedenen Arten der Literaturerschließung. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen Autorenlesungen an unserer Schule statt, bei denen die Kinder die Möglichkeit erhalten, Fragen zu der Arbeit eines Schriftstellers zu stellen.

 

Zu einem beliebten Ritual gehört während der Adventszeit das morgendliche Vorlesen einer weihnachtlichen Geschichte bei (künstlichem) Kerzenschein. Am jährlichen Vorlesetag werden verschiedene Kinderbücher in klassenübergreifenden Kleingruppen vorgelesen und dazu unterschiedliche Mal- und Schreibaktionen angeboten. Die Kinder haben vorher die Möglichkeit, sich je nach Interesse einer Gruppe zuzuordnen.

Die Martin-Luther-Schule nimmt seit vielen Jahren an dem Leseprojekt „Antolin“ teil. Antolin stellt Quizfragen zu mehr als 70.000 Kinder- und Jugendbüchern, sodass es eine Art Bibliothek für Quizfragen ist.

Dieses Projekt ermöglicht es den Kindern, unter www.antolin.de einen Buchtitel auszuwählen, Quizfragen zu lösen und sich Punkte zu verdienen. Diese werden mit einem individuellen Benutzernamen und Kennwort geschützt. Unsere Schule wird bei diesem Projekt von der Coesfelder Stadtbücherei und der Sparkasse Westmünsterland unterstützt.

 

11. Mathematik

Aufgaben und Ziele des Faches Mathematik

„Der Mathematikunterricht der Grundschule greift die frühen mathematischen Alltagserfahrungen der Kinder auf, vertieft und erweitert sie und entwickelt aus ihnen grundlegende mathematische Kompetenzen. Auf diese Weise wird die Grundlage für das Mathematiklernen in den weiterführenden Schulen und für die lebenslange Auseinandersetzung mit mathematischen Anforderungen des täglichen Lebens geschaffen.“(KMK Bildungsstandards Mathematik)

 

Der Lehrplan Mathematik für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen (2008) weist auf folgende zentrale Leitideen für einen Mathematikunterricht hin, welche die SchülerInnen zu einer grundlegenden mathematischen Bildung führen.

  • Mathematiklernen wird durchgängig als konstruktiver, entdeckender Prozess verstanden, bei dem Fehler zum Lernen gehören und wertvolle Einsichten in die Denkweisen der SchülerInnen aufzeigen.
  • Beziehungsreiches Üben schult die Geläufigkeit und Beweglichkeit des Denkens. Wissen und Können wird hierdurch gesichert, vernetzt und vertieft. Übungen sollten daher möglichst problemorientiert, operativ oder anwendungsbezogen angelegt sein.
  • Ergiebige Aufgaben beinhalten differenzierte Fragestellungen auf unterschiedlichem Niveau, ermöglichen unterschiedliche Lösungswege und fördern die Entwicklung grundlegender mathematischer Bildung.
  • Verschiedene Darstellungsformen mathematischer Begriffe und Operationen werden durch Handlungen mit Material, durch Bilder, Sprache und mathematische Symbole vernetzt. Die verschiedenen Darstellungen stellen eine wichtige Lernhilfe dar und sind zudem selbst Lerngegenstand mit eigenen Anforderungen.
  • Mathematische Kompetenzen werden in lebensweltlichen Situationen aufgegriffen und weiter entwickelt (Anwendungsorientierung). Mathematische Kompetenzentwicklung vollzieht sich darüber hinaus auch im Finden, Beschreiben und Begründen von Mustern (Strukturorientierung).

Die SchülerInnen werden in ihrem individuellen Lernen durch ermutigende Hilfen und Rückmeldungen (z.B. Lernentwicklungsberichte, Zensuren, …) unterstützt. Sie werden in ihrem Können gestärkt und erfahren, dass ihre mathematische Aktivität bedeutungsvoll ist. So entwickeln sich bei den SchülerInnen in zunehmendem Maße:

  • Selbstvertrauen in die eigenen mathematischen Kompetenzen
  • Interesse und Neugier an mathematischen Phänomenen („Entdeckerhaltung“)
  • Motivation, Ausdauer und Konzentration im Prozess des mathematischen Arbeitens
  • ein konstruktiver Umgang mit Fehlern und Schwierigkeiten
  • Einsicht in den Nutzen des Gelernten für die Bewältigung von mathematikhaltigen Problemen und Lebenssituationen.

Kompetenzerwartungen in den Bereichen des Faches Mathematik

Der Lehrplan legt für das Fach Mathematik verbindliche Bereiche und Schwerpunkte fest und ordnet ihnen Kompetenzerwartungen zu. Die Orientierung des Lehr-Lernprozesses an Kompetenzen beinhaltet, dass der Blick auf die Lernergebnisse gelenkt, das Lernen auf die Bewältigung von Anforderungen ausgerichtet und als kumulativer Prozess verstanden wird. Es ist verbindlich festgelegt, welche Leistungen von den Kindern zum Ende der Schuleingangsphase (d.h. am Ende von Klasse 2) und am Ende der Klasse 4 erwartet werden (vgl. Lehrplan Mathematik für die Grundschule, 2008, S.56) – dies schafft Orientierung und Verbindlichkeit. Die einzelnen Bereiche des Mathematikunterrichts und die jeweiligen Kompetenzerwartungen werden im Folgenden kurz skizziert:

Prozessbezogene Kompetenzerwartungen

  • Problemlösen/kreativ sein: Die Kinder sollen sich Problemstellungen erschließen, diese zunehmend systematisch lösen, ihre Ergebnisse reflektieren, überprüfen und auf ähnliche Sachverhalte übertragen sowie durch Variation oder Fortsetzung von gegebenen Aufgaben eigene erfinden. Dabei wählen sie selbstständig angemessene Hilfsmittel.
  • Modellieren: Die Kinder sollen Sachsituationen relevante Informationen entnehmen, die konkrete Problemstellung mathematisch lösen, ihre Ergebnisse prüfen und eigene Fragestellungen entwickeln.
  • Argumentieren: Die Kinder sollen über mathematische Zusammenhänge Vermutungen aufstellen, diese überprüfen, ihre Vermutung bestätigen oder widerlegen und dies begründen.
  • Darstellen/Kommunizieren: Die Kinder sollen ihre Arbeitsergebnisse dokumentieren, präsentieren und sich darüber austauschen, bei der Bearbeitung kooperieren, kommunizieren, dabei Fachbegriffe verwenden und zwischen Darstellungsformen wechseln.

Inhaltsbezogene Kompetenzerwartungen

  • Zahlen und Operationen: Die Kinder sollen der Jahrgangsstufe entsprechende Zahl- sowie Operationsvorstellungen der vier Grundrechenarten entwickeln, im Kopf, halbschriftlich, schriftlich und überschlagend rechnen und dabei flexibel verschiedene Rechenstrategien nutzen.
  • Raum und Form: Die Kinder sollen eine Raumvorstellung entwickeln, sich im Raum konkret oder in der Vorstellung orientieren, ebene Figuren sowie Körper erkennen, benennen und beschreiben, Symmetrien erkennen und selbst erzeugen sowie aus freier Hand und mit Hilfsmitteln geometrische Figuren zeichnen.
  • Größen und Messen: Die Kinder sollen Größenvorstellungen der Größen Längen, Zeit, Geld, Gewicht und Rauminhalt entwickeln, Repräsentanten der einzelnen Größenbereiche messen, vergleichen, ordnen und mit ihnen rechnen.
  • Daten, Häufigkeiten und Wahrscheinlichkeiten: Die Kinder sollen Daten und Häufigkeiten erheben und die Wahrscheinlichkeit einfacher Ereignisse beschreiben.

(vgl. Lehrplan Mathematik für die Grundschule, 2008, S.56-66)

 

 

Umsetzung der Aufgaben und Ziele in der Martin-Luther-Schule

Im Mathematikunterricht an der Martin-Luther-Schule wird in Orientierung am individuellen Lern- und Leistungsstand der Kinder das Mathematiklehrwerk „Flex und Flo“ als differenziertes Unterrichtswerk in unseren Jahrgangsklassen verwendet.

Die Materialien sind vielseitig flexibel einsetzbar und ermöglichen den Kindern mit heterogenen Lernvoraussetzungen ein sicheres und selbstständiges Arbeiten.

Pro Jahrgang gibt es vier strukturierte Themenhefte als Materialien zum selbstständigen Arbeiten im individuellen Lerntempo und auf eigenen Lernwegen an wiederkehrenden Aufgabenformaten. Das Lehrwerk „Flex und Flo“ bietet ein qualitativ und quantitativ differenziertes Arbeiten innerhalb der Lerngruppen auf drei Niveaustufen:

  • Reproduzieren
  • Zusammenhänge herstellen
  • Verallgemeinern, Reflektieren, Strategien entwickeln

Die Lerninhalte können bezogen auf die individuellen Stärken und Schwächen der Kinder im Umfang angepasst werden. Zusätzliche Übungen in verschiedenen Anforderungsbereichen und weiterführende, herausfordernde Aufgabenstellungen in geöffneten Lernformen ergänzen den Unterricht gewinnbringend.

Durchgängig angeregt werden die Kinder zu selbstständigen mathematischen Entdeckungen und deren Formulierung.

In lehrergelenkten Phasen werden neue Inhalte thematisiert, gemeinsam mit der ganzen Lerngruppe erschlossen und diskutiert. In Einzel,- Partner oder Gruppenarbeitsphasen arbeiten die Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten im eigenen Lerntempo an den Inhalten in den Themenheften weiter. In vielfältigen Anlässen erhalten die Kinder Gelegenheit, von- und miteinander zu lernen und sich über Mathematik auszutauschen. analog zur digitalen Leseförderung "Antolin" steht den Kindern der "Mathepirat" zur Verfügung.

Die regelmäßige Diagnose in differenzierten Lernstandserhebungen ermöglicht eine den Kindern entsprechende Förderung.

Bei der Planung des Mathematikunterrichts stehen die LehrerInnen einer Jahrgangsstufe in regem Austausch, Lernstandserhebungen und Klassenarbeiten werden grundsätzlich gemeinsam konzipiert und ausgewertet.

Auch über die Jahrgangsstufen hinaus findet regelmäßiger Austausch über Inhalte, Methoden und Materialien zwischen den jeweiligen Mathematik-Fachkräften statt.

Wichtiger Bestandteil des Schullebens ist seit einigen Jahren u.a. die Teilnahme am internationalen Mathematikwettbewerb „Känguru der Mathematik“ (vgl. http://www.mathe-kaenguru.de), der das Ziel verfolgt, die mathematische Bildung an den Schulen zu unterstützen, Freude an der Beschäftigung mit Mathematik zu wecken und durch interessante Aufgaben die selbstständige Arbeit und die Arbeit im Unterricht zu fördern.

Wichtige Leitidee des Wettbewerbs ist, dass alle SchülerInnen der Klassen 3 und 4 unabhängig von ihren Leistungen im Fach Mathematik teilnehmen können. Alle Kinder erhalten eine Urkunde über die Teilnahme sowie einen kleinen Preis. Besonders gute Ergebnisse werden zusätzlich prämiert. Die Anmeldegebühr hat in den vergangenen Jahren der Förderverein der Martin-Luther-Schule übernommen, um allen SchülerInnen die Teilnahme zu ermöglichen.

 

 

Fördern und Fordern im Fach Mathematik

Individuelle Fördermaßnahmen werden grundsätzlich allen Kindern zuteil (vgl. Schulgesetz §1). Dazu tragen im Mathematikunterricht unserer Schule Formen qualitativer, quantitativer und natürlicher Differenzierung (z.B. durch den Einsatz ergiebiger Lernaufgaben) in nach Möglichkeit geöffneten Unterrichtssituationen bei. Diese Maßnahmen vermeiden sowohl Unterforderung als auch Überforderung.

Insbesondere in der Schuleingangsphase sind die mathematischen Inhalte, die Unterrichtsgestaltung sowie die Auswahl und Handhabung von eingesetzten Materialien auf die Prävention von Rechenschwierigkeiten ausgerichtet. Kinder mit besonderen Auffälligkeiten beim Aufbau mathematischer Basiskompetenzen (z.B. Mengen vergleichen, Zählen, Benennen und Aufschreiben von Zahlen) sowie „zählende Rechner“ werden durch gezielte Beobachtungen und Formen einer informellen schulischen Diagnostik frühzeitig erkannt und ggf. an eine außerschulische Beratungsstelle verwiesen.

Unabhängig von einer außerschulischen Diagnostik werden alle Kinder mit besonderen Auffälligkeiten im Rechnen über die kontinuierliche individuelle Förderung im Regelunterricht und möglicher außerschulischer Maßnahmen hinaus nach Möglichkeit zusätzlich in Kleingruppen im Auf- und Ausbau mathematischer Basiskompetenzen unterstützt. Die jeweiligen Fördermaßnamen sind dabei auf die individuellen Förderbedarfe der Kinder ausgerichtet und setzen da an, wo das Kind noch Könnens-Erfahrungen macht.

Dies kann in der Folge bedeuten, dass Kinder nicht im aktuellen Zahlenraum und Unterrichtsstoff gefördert werden, sondern Basiskompetenzen aus vergangenen Schuljahren sichern bzw. neu aufbauen. Im Vordergrund aller Fördermaßnahmen stehen der Aufbau von Zahlvorstellungen, tragfähigen Rechenstrategien und die Einsicht in unser Stellenwertsystem.

Begleitendes Material für die Fördermaßnahmen ist derzeit der „Blitzrechenkurs“ aus dem Programm "Mathe 2000" der Universität Dortmund. Um Folgeerscheinungen für Kinder mit besonderem Förderbedarf im Rechnen zu vermeiden (z.B. Beeinträchtigung im Selbstwertgefühl, Ängste, etc.), werden neben dem Einsatz differenzierter Mathematikarbeiten in unserer Schule pädagogische Gestaltungsspielräume genutzt (z.B. Zeitzugaben, reizfreier Arbeitsplatz, Hilfsmittel).

 

12. Sachunterricht

Aufgaben und Ziele des Faches Sachunterricht

Aufgabe des Sachunterrichts in der Grundschule ist es, die SchülerInnen dabei zu unterstützen, sich in ihrer komplexen Lebensumwelt zurechtzufinden, sie zu erschließen und sie mitzugestalten.

Von der Lebenswirklichkeit ausgehend werden die kindlichen Erfahrungen im Sachunterricht durch handelnde Auseinandersetzung, Originalbegegnungen und anregungsreiche Lernarrangements weiterentwickelt.

Zugleich bildet der Sachunterricht eine tragfähige Grundlage für weiterführendes Lernen, indem er das Interesse und die Neugier der Kinder aufgreift und ihr Wissen in den verschiedenen Bereichen des Sachunterrichts vertieft. Um diese Aufgabe zu erfüllen, vermittelt der Sachunterricht den Kindern Fähigkeiten und Fertigkeiten, Kenntnisse sowie Einstellungen und Haltungen (vgl. Richtlinien und Lehrpläne Sachunterricht).

Neben der Vermittlung von Sachwissen werden die Kinder dazu befähigt, sich ihre Umwelt selbst zu erschließen, indem sie an exemplarischen Aufgabenschwerpunkten grundlegende Techniken und Verfahren erlernen. Auf diese Weise können sie eigenverantwortlich und selbsttätig ihr Wissen aufbauen, ergänzen und in neue Zusammenhänge bringen.

Dazu benennt der Lehrplan für den Sachunterricht folgende fünf verbindliche Bereiche mit jeweiligen Schwerpunkten und ordnet diesen entsprechende Kompetenzerwartungen zu:

  • Natur und Leben
  • Technik und Arbeitswelt
  • Raum, Umwelt und Mobilität
  • Mensch und Gemeinschaft
  • Zeit und Kultur

 

Umsetzung der Aufgaben und Ziele an unserer Grundschule

Vorhandene Vorstellungen, Erfahrungen, Deutungsmuster und Handlungsmöglichkeiten der Kinder unserer Grundschule werden im Sachunterricht stets als Ausgangspunkt für das weitere Lernen genutzt. Ausgehend vom Wissensstand und der Interessenlage der Kinder sollen die Kinder die Möglichkeiten erhalten, Verbindungen zu wissenschaftlichen Fragestellungen und Erklärungen herzustellen, indem sie z.B. eigene Versuche planen und durchführen.

Zahlreiche praxisnahe Angebote zum Experimentieren, Untersuchen, Messen, Bauen, Gestalten, Deuten usw. ermöglichen unseren Kindern eine handelnde Auseinandersetzung mit sachunterrichtlichen Phänomenen ihrer Lebenswirklichkeit, die das forschend-entdeckende Lernen in den Vordergrund stellt. Fachspezifische Arbeitsweisen und Lernformen werden im Sachunterricht genutzt und angebahnt, wie z.B.

  • angemessene Informationsbeschaffung
  • genaues Beobachten und präzises Beschreiben von Sachverhalten
  • Probleme erkennen
  • Fragestellungen und Hypothesen entwickeln und überprüfen
  • Ergebnisse deuten und in Lernmappen dokumentieren.

Die kindlichen Lernprozesse werden durch das Unterrichten in offenen Unterrichtsformen wie Werkstattarbeiten, Wochenplanarbeit, Stationsarbeiten aber auch – soweit die Thematik es erforderlich macht – in Frontalphasen unterstützt. So arbeiten die Kinder z.B. gemeinsam am gleichen Thema, aber mit niveaudifferenzierten Angeboten, sodass alle Kinder ihren Fähigkeiten und Interessen entsprechend Lernfortschritte erzielen können. Das jeweilige individuelle Vorwissen wird erweitert und ausgebaut, sodass sie zu sachgerechten, nachvollziehbaren und überprüfbaren Arbeitsergebnissen kommen können.

Durch kooperative Lernformen werden nicht nur die Wissensaneignung, sondern auch das soziale Lernen und die Kommunikationsfähigkeiten nachhaltig und effektiv gefördert. Die Kinder unterstützen sich gegenseitig beim Lernen und vermitteln einander Lerninhalte. Teamfähigkeit, Arbeitsteilung und soziale Kooperation werden somit im Sachunterricht bewusst gefördert.

Durch gezielte kooperative Maßnahmen übernimmt jedes Kind die Verantwortung für sich und die Gruppenmitglieder. Teambildende Maßnahmen und die Übernahme verschiedener Rollen in Partner-/ Gruppenarbeiten helfen, die sozialen Fähigkeiten systematisch zu entwickeln, in der Praxis zu erproben und zu reflektieren.

Unsere SchülerInnen werden weiterhin darin gefördert, im Umgang mit verschiedenen Medien selbstständig Informationen zusammenzustellen und auszuwerten. Ihnen werden verschiedene methodische Zugänge und Möglichkeiten der Mediennutzung (Sachbücher, Lernsoftware, PC, Kindersuchmaschinen, Lernplattformen, Digitalkamera, usw.) angeboten. Im Sinne eines aktiven Wissenserwerbs erwerben die Kinder neue Lerninhalte zunehmend selbstständig und reflektieren bzw. bewerten die Medien und ihre Vorgehensweisen bei der Mediennutzung.

Durch das Aufsuchen außerschulischer Lernorte (z.B. das Biologische Zentrum in Lüdinghausen, die Redaktion der Allgemeinen Zeitung Coesfeld u.v.m.), aber auch durch das Einladen von Experten in die Schule (z.B. Polizisten, Ernährungsfachkräfte, Professionen, …) wird den Kindern ein anregendes Lernumfeld eröffnet, indem sie Gelerntes in der originalen Begegnung anwenden, hinterfragen und vertiefen können.

Der Einsatz unserer „Klassenkisten“ (z.B. zu den Themen „Magnetismus“/„Schall“) im Sachunterricht ermöglicht es unseren SchülerInnen in einer anregenden Lehr-Lernumgebung zu selbsttätigen, aktiven Forschern zu werden, indem sie eigene Ideen und Vermutungen zu wissenschaftlichen Fragestellungen entwickeln, diese in kleinen Experimenten überprüfen, darüber miteinander sprechen und schließlich daraus lernen.

Im Sachunterricht erstellen die Kinder eigene Forscher-, Themenhefte und Lernplakate, um auf vielfältige Weise ihre Arbeitsergebnisse präsentieren zu können. Indem sie während oder zum Abschluss einer Unterrichtsreihe ein Forscher- oder Lerntagebuch führen, erhalten sie die Gelegenheit, den eigenen Lernprozess zu dokumentieren und zu reflektieren.

 

Klassenrat

„Gemeinschaft fördern - Kompetenzen bilden - Demokratie lernen“

Wöchentlich findet in unseren Jahrgangsklassen ein „Klassenrat“ statt, der ein demokratisches Forum bietet, das ein gelingendes Miteinander und Partizipation in der Schule fördert. Inhaltlich und strukturell wird der Klassenrat von Klasse 1 bis Klasse 4 zunehmend komplexer weiterentwickelt.

Aktuellen Themen oder auch dem Zusammenleben in der Klasse, Problemen und Konflikten, gemeinsamen Planungen und Aktivitäten bietet der Klassenrat ein räumliches und zeitliches Gerüst zum Beraten, Diskutieren und Entscheiden im Klassenverband.

Anhand eines strukturierten, häufig auch symbolgeleiteten Ablaufs übernehmen die Kinder feste Rollen mit klaren Anforderungen und Pflichten als Grundlage (z.B. Vorsitz, Regelwächter, Zeitwächter, Protokollant). Auf diese Weise können sie sich auf die Inhalte der gemeinsamen Diskussionen konzentrieren und zukünftige Ziele formulieren. Längerfristig führt die Durchführung des Klassenrats zu einem bewussteren Zusammenleben und hat einen positiven Einfluss auf die Klassengemeinschaft und das Lernklima.

 

Sexualerziehung

Die grundlegenden Bereiche der Sexualerziehung werden achtsam und angeleitet durch die LehrerInnen thematisiert. Die SchülerInnen dokumentieren ihre Ergebnisse im Unterrichtsverlauf, reflektieren ihre Arbeitsweisen und tauschen miteinander Meinungen und Erkenntnisse aus.

Die Ziele der Sexualerziehung unserer Schule liegen darin, dass die Kinder…

  • zu grundlegenden biologischen, ethischen, sozialen und kulturellen Fragen der menschlichen Sexualität ihr Sachwissen (d.h. Geschlechtsunterschiede, Familie als eine Form der Lebensgemeinschaft, Entwicklung vom Säugling zum Erwachsenen, Schwangerschaft und Geburt, Gefahren wie Gewalt und Missbrauch) erweitern und Einsicht in die Zusammenhänge der menschlichen Sexualität erhalten,
  • lernen, angemessen, differenziert und sensibel über Themen aus dem Bereich zu sprechen,
  • Verantwortungsgefühl und eigene Wertvorstellungen entwickeln,
  • eigene Gefühle wahrnehmen, in Worte fassen und die Gefühle anderer respektieren,
  • den Ansichten, Einstellungen und Überzeugungen anderer mit Toleranz und Rücksicht begegnen,
  • zwischen angenehmen und unangenehmen Gefühlen unterscheiden, Ich-Stärke entwickeln und Selbstvertrauen aufbauen,
  • Körperfunktionen und Sexualorgane sowie deren Bedeutung für die sexuelle Entwicklung kennen,
  • Gefahren erkennen und einschätzen; sie sollen lernen, „Nein“ zu sagen und Grenzen zu setzen.

In den Elternpflegschaftssitzungen werden die Eltern unserer SchülerInneninnen rechtzeitig über Ziele, Inhalte und Methoden unserer Sexualerziehung informiert.

 

13. Verkehrserziehung und Mobilitätserziehung

Der Verkehrsunterricht in der Grundschule knüpft an die im Kindergarten durchgeführten Übungen und Hinweise an. Bereits in den ersten Wochen des 1. Schuljahres werden die SchülerInnen durch die Kooperation der Schule mit dem Verkehrspolizisten mit dem Prinzip „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ vertraut gemacht. Es schließen sich in der Schulumgebung Übungen im Straßenverkehr an, die die Kinder zu einem sicheren und verkehrsgerechten Verhalten im Straßenverkehr befähigen sollen. Dazu gehört auch das von der Verkehrsschule in den beiden ersten Schuljahren durchgeführte Sicherheitstraining auf dem Fahrrad.

Hinzu kommt, dass FahrschülerInnen in den ersten Schulwochen bei Bedarf von älteren Mit-FahrschülerInnen zur Bushaltestelle begleitet werden.

Ein besonderer Schwerpunkt der Verkehrserziehung ist die

Radfahrausbildung

in den Klassen 3 und 4. Diese erstreckt sich über einen längeren Zeitraum parallel zur Vermittlung von theoretischem Wissen im Sachunterricht und besteht aus mehreren Übungseinheiten mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Hierbei wird eine kleine Radfahrergruppe von jeweils einem Erwachsenen durch verschiedene Stadtgebiete und zu verschiedenen Verkehrssituationen Coesfelds begleitet. Hierbei erhalten die SchülerInnen die Möglichkeit, verkehrsgerechtes Verhalten einzuüben und sich mit den für Radfahrer wichtigen Regeln der Straßenverkehrsordnung auseinanderzusetzen. Die Radfahrausbildung wird von dem Verkehrspolizisten organisiert und geleitet und schließt oftmals mit einer Stadtrallye ab, bei der die SchülerInnen verschiedene Stationen im Stadtgebiet ansteuern und dort kleinere Aufgaben erfüllen müssen.

Die Radfahrausbildung kann nur mit tatkräftiger Unterstützung von Eltern gelingen, da eine bestimmte Gruppengröße aus Gründen der Sicherheit nicht überschritten werden kann und darf.

 

14. Englischunterricht in der Grundschule

Der Englischunterricht in der Grundschule bildet die Grundlage für das Fremdsprachenlernen und öffnet die Tür zur Mehrsprachigkeit der Kinder. Er zielt deshalb auf den Erwerb grundlegender elementarer sprachlicher Mittel und konkreter kommunikativer Fähigkeiten und Fertigkeiten ab, die die Schüler in konkreten Situationen erproben und festigen können.

Der Lehrplan Englisch (gültiger Stand vom 16.06.2008) sieht für die Grundschule vor, dass sich die Aufgaben des Unterrichts an den folgenden Punkten orientieren:

  • die Entwicklung von Interesse und Freude am Sprachenlernen und an fremden Lebenswelten
  • den Erwerb, die Erprobung und die Festigung elementarer sprachlicher Mittel des Englischen
  • die Bewältigung von einfachen Sprachhandlungssituationen in englischer Sprache
  • den Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken sowie wirkungsvollen Strategien des Sprachenlernens

Diese Aufgaben des Englischunterrichts sind auf das Ziel gerichtet, die sprachliche Handlungsfähigkeit vor allem in der mündlichen Kommunikation zu entwickeln und zu fördern. Das Lesen und Schreiben wird ab dem zweiten Schuljahr zunehmend zur Unterstützung des Sprachenlernens mit einbezogen.

Zunächst müssen die Schüler neue Wörter und Satzstrukturen verstehen. Diese lernen sie zunächst rezeptiv, d.h. die Schüler hören neue Wörter, deren Bedeutung durch vielfältige Verstehenshilfen, wie z.B. Bilder, Geräusche, Gestik, Mimik, Realia unterstützt werden. Diese Wörter werden nachgesprochen, um Aussprachemuster zu lernen. Mithilfe gelernter Wörter und einem gewissen Repertoire an Satzstrukturen entstehen einfache Gesprächssituationen. Neben der Schulung des Hör/Hör-Sehverstehens und Nachsprechens wird das Schriftbild als unterstützende Lernhilfe genutzt. Das Schreiben englischer Wörter hat eine unterstützende Funktion im Spracherwerb. Einzelne Wörter und Satzstrukturen werden nach Vorlagen geschrieben. Der Unterricht findet soweit wie möglich einsprachig statt, damit die Kinder viele Gelegenheiten haben, sich intensiv in die neue Sprache einzuhören und sie global im Zusammenhang zu verstehen. Jedoch entstehen immer wieder Situationen, die es erforderlich machen, Gehörtes oder Gelesenes sinngemäß in der deutschen Sprache wiederzugeben.

Die Kinder lernen früh, dass das „Fremde“ etwas Normales ist, mit dem sie im Alltag umgehen können, ohne es perfekt zu verstehen. Sie lernen unbefangen Lieder, Reime, Spiele und Geschichten aus fremden Ländern zu verstehen, indem sie singen, tanzen, malen, sprechen u.v.a.m.. So bietet der Fremdsprachenunterricht auch eine Möglichkeit, Vorurteile anderen Menschen und Kulturen gegenüber abzubauen oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

Vielfältige Medien und Materialien sollen den Kindern Freude und Erfolg an der englischen Sprache vermitteln. Die Begegnung mit der Fremdsprache findet unter anderem über Reime, Lieder, Tänze und Kinderbücher statt. Damit sie möglichst vielfältige und vor allem auch muttersprachliche Hörbeispiele erfahren, werden neben der Lehrerstimme auch häufig CDs und Videos mit kleinen Liedern und Sketchen im Unterricht eingesetzt. Bilderbücher sowie vereinzelte Literaturprojekte sind dazu geeignet, Kindern die fremde Sprache im Sinnzusammenhang zu vermitteln.

Alle Materialien werden den folgenden Erfahrungsfeldern zugeordnet, die in den Klassen 1 bis 4 behandelt werden:

  • Zu Hause hier und dort (me and my family, my friends, at home and abroad)
  • Jeden Tag und jedes Jahr (through the year, my body and my clothes, food and drinks, special days)
  • Lernen, arbeiten, freie Zeit (at school, at work, leisure time)
  • Eine Welt für alle (our nature, our environment, children of the world)
  • Auf den Flügeln der Fantasie (fantasy world, fairy tales)

15. Evangelische Religion

siehe: Unser Leitbild - Martin Luther

 

16. Kunstunterricht in der Grundschule

Unsere Schule verfolgt im Fach Kunst das Ziel, den Kindern verschiedene technische und gestalterische Möglichkeiten mit diversen Mitteln zu ermöglichen und näher zu bringen. Auch die Begegnung und die Auseinandersetzung mit den Arbeiten und Lebensgeschichten diverser Künstler aus unterschiedlichen Ländern, Kulturen und Epochen ist für unsere Schule von großer Bedeutung.

Laut Lehrplan soll „Freude und Interesse an ästhetischen Ausdrucksformen geweckt und gefördert werden“. Des weiteren möchten wir mit unserem Kunstunterricht die Wahrnehmungsfähigkeit fördern und weiterentwickeln, damit die Kinder sich für neue Projekte, Künstler, Arbeits-, Sicht- und Denkweisen öffnen können, um ihrer Phantasie und Kreativität freien Lauf zu lassen.

In zwei Unterrichtstunden pro Woche setzen wir die Anforderungen der allgemeinen Richtlinien des Landes NRW um und erarbeiten folgende Vorgaben u.a. mit Hilfe jahreszeitlich gebundener Themen, Kennenlernen diverser Künstler, experimenteller Kunst und textiler Techniken.

Aufgabenschwerpunkte sind demnach in den Jahrgangsstufen 1/2 und 3/4:

1. Räumliches Gestalten

2. Farbiges Gestalten

3. Grafisches Gestalten

4. Textiles Gestalten

5. Gestalten mit technisch-visuellen Medien

6. szenisches Gestalten

7. Auseinandersetzung mit Bildern und Objekten

In den Klassen 1 und 2 steht das Erproben und Experimentieren von bzw. mit Farben, Formen, Materialien, Werkzeugen und Fundstücken im Vordergrund. In den Klassen 3 und 4 werden diese Vorkenntnisse gezielt eingesetzt und erweitert. Eine Frage lautet: „Mit welchen Möglichkeiten kann ich die besten Wirkungen erzielen?“ Bei der Bildanalyse bekannter Künstler kommt diese Frage z.B. eine wichtige Bedeutung. Es gilt nicht nur erworbenes Wissen über o.g. Aufgabenschwerpunkte abzurufen, sondern auch Stimmungen und damit verbundene Farbwirkungen eines Bildes zu analysieren und herauszuarbeiten. Daraus ergeben sich von den Kindern erarbeitete Kriterien, mit denen neue Kunstwerke im Sinne des entsprechenden Künstlers in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit entstehen. So lernen die Kinder sich für Kunstwerke zu öffnen und sich auch in einen Künstler hineinzuversetzen. Durch kriteriengebundene (Zwischen-)Reflexionen bahnen wir mit den Kindern das kritische Begutachten der Ergebnisse an. So werden die SchülerInnen in ihrer sozialen und sprachlichen Kompetenz dahingehend gefördert und gefordert, sich sachlich und kriteriengebunden zu einem Bild zu äußern, um Tipps und Ratschläge zu geben und um sich über gelungene Umsetzungen lobend zu äußern.

Ein Beschreiben, Vergleichen und eine Würdigung der Arbeiten führt neben der genannten sprachlichen Förderung zu einer Stärkung des Selbstwertgefühls.

Weiterhin arbeiten wir nach Möglichkeit fächerverbindend, indem wir in den Fächern Deutsch, Sachunterricht und Kunst z.B. das Thema „Igel“ aufgreifen und fächerspezifisch vorbereiten. Auch Bilderbücher und Lektüren werden als Einstieg in Themengebiete dazu gezogen. Eine Kombination zwischen den Fächern Kunst und Mathematik kann z. B. die Gestaltung eines Tieres aus geometrischen Formen oder Körpern beinhalten.

Im Fach Musik kommt dem Kunstunterricht eine unterstützende Wirkung zu, indem passend zu den jeweiligen Musicals Bühnenbilder und Kulissen mit Hilfe verschiedener gestalterische Ansätze entstehen. Auch die kreative Umsetzung und Herstellung von Kostümen spielt dabei eine wichtige Rolle an unserer Schule.

Im Fach Englisch stellen die Kinder zu Themen wie „vegetables“- oder „fruits“-Collagen her, um das Bild-Wort-Verständnis auf der einen und die Technik der Collage auf der anderen Seite zu intensivieren.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit findet für alle Klassen ein gemeinschaftliches Adventsbasteln statt. An diesem Tag verwandelt sich die Schule in eine Winter- und Vorweihnachtswelt.

 

17. Medienkonzept

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

18. Ausbildung an der Martin-Luther-Schule

Die Martin-Luther-Schule bildet regelmäßig Lehramtsanwärter (LAA) aus. Die Ausbildung dauert 1 ½ Jahre. Die Lehramtsanwärter werden durch das Zentrum für schulpraktische LehrerInnenausbildung Bocholt (ZfsL) im theoretischen Bereich ausgebildet, der praktische Teil findet in der jeweiligen Schule statt. Die Ausbildungskoordinatorin der Schule (ABBA) hält durch regelmäßige Dienstbesprechungen den Kontakt zum ZfsL. Die ABBA betreut die Ausbildung der LAA und sorgt für die entsprechenden Rahmenbedingungen. Im Kollegium wird entschieden, durch welche KollegInnen die jeweilige LAA in ihren Fächern ausgebildet wird. (Weiteres hierzu siehe: Ausbildungsprogramm der Martin-Luther-Schule).

Ebenso werden in der Martin-Luther-Schule regelmäßig SchülerInnen und StudentInnen betreut, die einen Einblick in den Beruf des/der Grundschullehrers-/-in erhalten wollen. Nach einer Bewerbung für einen Praktikumsplatz an unserer Schule führt die Praktikumsbeauftragte der Schule ein Gespräch mit dem Bewerber und koordiniert die Praktikumszeiträume. Mit dem Kollegium wird gemeinsam entschieden, in welchen Klassen die jeweiligen Praktikanten hospitieren und mitarbeiten.

 

19. Beratungskonzept der Schule

Beratung in der Schule gehört zum Tätigkeitsbereich aller LehrerInnen. Sie erfolgt in unterschiedlichen Bereichen wie im Unterricht, bei Elternsprechtagen, sowie im persönlichen Gespräch mit SchülerInnen, Eltern und auch Kollegen, um nach Lösungen von Schulproblemen oder Problemen einzelner SchülerInnen zu suchen.

 

Beratung bei Lern-, Verhaltens- und Erziehungsschwierigkeiten und anderen persönlichen Problemen

 

Zur Ergänzung und Intensivierung der Beratungstätigkeit der LehrerInnen kann der Schulleiter mit Einverständnis der LehrerInnenkonferenz und der Schulkonferenz einen/eine BeratungslehrerIn einsetzen. Voraussetzung für die Tätigkeit ist eine „nachgewiesene Beratungskompetenz“.

Frau Damhorst wurde nach ihrer Ausbildung durch die LehrerInnen- und die Schulkonferenz als Beratungslehrerin eingesetzt.

Das Beratungsangebot richtet sich an einzelne SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen, sowie an SchülerInnengruppen und Klassen. Es bietet Hilfe an sowohl bei der Bewältigung individueller Probleme, wie Lernschwierigkeiten, Verhaltensstörungen, Auffälligkeiten im Sozialverhalten, Konflikten im persönlichen Bereich, als auch bei der Lösung sozialer Probleme und Konflikten in Klassen wie z.B. Ausgrenzung oder Mobbing.

 

Beratung kann folgende Angebote beinhalten:

  • Einzelberatung von SchülerInnen bei persönlichen Problemen und/oder Lernschwierigkeiten
  • Beratung von Eltern zu pädagogischen Fragen, zur Schullaufbahn ihres Kindes
  • Beratung von KollegInnen im Umgang mit Kindern, Klassensituation, Vorbereitung von Elterngesprächen
  • Kollegiale Beratungsgruppe
  • Information über Beratungsstellen und andere pädagogische und psychologische Einrichtungen, bei Bedarf Herstellung des Kontakts zu den entsprechenden Institutionen
  • Beratung in Konflikt- und Mobbingfällen

- Durchführung von Streit-Schlichter-Verfahren

- Intervention bei Mobbing (Kleingruppen-, Klassengespräche)

  • Organisation von Vorträgen oder Diskussionsveranstaltungen durch andere Träger zu bestimmten von den Eltern vorgeschlagenen pädagogischen Themen (z.B. Jungenpädagogik, Umgang mit Medien, usw.)

Kontaktherstellung:

Gesprächstermine können von Eltern telefonisch oder im Sekretariat vereinbart werden. SchülerInnen werden z.T. von ihren KlassenlehrerInnen auf die Möglichkeit der Beratung aufmerksam gemacht. Die Beratung findet nach Absprache in einem dafür eingerichteten Raum statt. Für die Gespräche während der Unterrichtszeit des/der SchülerIn wird das Einverständnis des/der betroffenen Klassen- oder FachlehrerIn eingeholt.

 

Das Beratungsgespräch:

Das Beratungskonzept fußt auf drei Säulen: 1.Freiwilligkeit, 2.Vertraulichkeit und 3.Offenheit für mögliche Lösungen. Das Gespräch bietet dem/der SchülerIn/dem Elternteil die Möglichkeit, in vertraulicher Atmosphäre mit Hilfe der Beraterin die eigene Situation zu klären. Dabei stehen die Achtung des Anliegens und die Wertschätzung des Ratsuchenden im Vordergrund. Dies spiegelt sich auch in den Bedingungen wider, die neben der schon genannten „Vertraulichkeit“ unverzichtbar für das Beratungsgespräch sind, wie „Freiwilligkeit“ und „Offenheit für mögliche Lösungen“. Selbst wenn ein/eine SchülerIn von dem/der LehrerIn oder seinen Eltern „geschickt“ wird, ist es für eine erfolgreiche Beratung wichtig, um sein grundlegendes Einverständnis zu werben. Beratung versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe. Die größte Kompetenz in Bezug auf sein Verhalten und die Lösung seines Problems hat der Ratsuchende selbst. Nur eine Lösung, die nicht von außen kommt, ist wirklich sinnvoll.

Die Beratung erfolgt somit auf der Grundlage der systemischen Beratung:

- Betrachtung des Verhaltens im Kontext seiner Beziehungen und seiner Umgebung

- Lösungs- und

- Ressourcenorientierung

 

Grenzen der schulischen Beratung:

  • „Die Beratung vollbringt keine Wunderheilung!“ Da ein Verhalten, das in der Schule zu Problemen führt, oft jahrelang eingeübt wurde und sicher ja auch irgendwann eine für die Person sinnvolle Funktion hatte und sich so verfestigt hat, bedeutet eine Verhaltensänderung meistens mühevolle und lang andauernde Arbeit mit kleinen Erfolgen (und Misserfolgen).
  • Die Beratung ist auf die Mithilfe der den SchülerInnen unterrichtenden LehrerInnen und vor allem der Eltern angewiesen. Erfahrungsgemäß ist ein Erfolg nur dann gewährleistet, wenn Eltern das Bemühen ihres Kindes zu Hause in Absprache mit der Beratungslehrerin unterstützen.
  • Die schulische Beratung kann keine Therapie sein. In bestimmten Fällen ist es erforderlich und sinnvoll, die Ratsuchenden an außerschulische Beratungs- und Therapieeinrichtungen zu verweisen. Bei der Auswahl und der Herstellung des Kontakts kann Hilfe geleistet werden.

20. Musikalische Erziehung

Eine intensive musische Erziehung stärkt die Sinne, den Geist und die Persönlichkeit. Sie wirkt sich positiv auf die Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit, das soziale Verhalten von Kindern und das Gemeinschaftsgefühl innerhalb einer Schule aus. Das Spiel mit den Orff-Instrumenten fördert die Kinder in ihrer Motorik und die Freude nach einer gelungenen Aufführung stärkt das Selbstvertrauen.

Aufgrund dieser vielfältigen positiven Auswirkungen ist für uns die musische Erziehung ein wichtiger Schwerpunkt. Daher hat der Umgang mit Musik bei uns einen großen Stellenwert, sowohl im Unterricht als auch in unserem Schulleben. Die Förderung von kultureller Bildung bei Kindern ist für uns ein wichtiges Element zeitgemäßer Allgemeinbildung in der Schule.

 

Qualifizierter Musikunterricht

Wir bieten einen den aktuellen Richtlinien des Landes NRW entsprechenden Musikunterricht an, der wenn möglich von einem/einer für dieses Fach qualifiziert ausgebildeten LehrerIn in den Klassenstufen 2 bis 4 mit jeweils zwei Wochenstunden durchgeführt wird. Dabei legen wir großen Wert auf eine möglichst umfassende musikalische Bildung, die sowohl das Singen und Musizieren mit dem umfangreichen Orff-Instrumentarium (Rhythmusinstrumente, Xylophone, Glockenspiele), die Vermittlung musiktheoretischer Grundlagen, das Bekanntmachen mit vielfältigen Musikwerken und Komponisten als auch das Malen und Bewegen zur Musik beinhaltet. Auch aktuelle Musik aus dem Interessensfeld der Kinder wird im Unterricht aufgegriffen.

Im ersten Schuljahr wird der Musikunterricht im Rahmen der Förderung durch die Ernsting-Stiftung von einer Fachkraft der Musikschule Coesfeld erteilt, der sich an der elementaren Grundausbildung der Musikschule orientiert.

 

Arbeitsgemeinschaften

Um den musikalischen und künstlerischen Interessen und Fähigkeiten unserer SchülerInnen entgegen zu kommen und sie in diesen Bereichen besonders zu fördern, bieten wir seit einigen Jahren zusätzlich zum Unterricht frei wählbare Arbeitsgemeinschaften an. In der Chor-AG werden Lieder, Instrumentalstücke oder Tänze einstudiert und regelmäßig bei schulischen Veranstaltungen aufgeführt.

In der Musical-AG wird in regelmäßigen Abständen ein Musiktheaterstück einstudiert, das zur öffentlichen Aufführung gelangt. Bei Veranstaltungen dieser Art haben uns in der Vergangenheit zahlreiche Eltern tatkräftig unterstützt, ohne deren Mithilfe derartige Projekte nicht durchführbar wären.

 

Gemeinsames Musizieren

Für Schulgottesdienste, Feiern und jahreszeitliche Anlässe erlernen die SchülerInnen Lieder unseres Liederkanons, die von allen gemeinsam gesungen werden. Kindern, die Instrumente erlernen (siehe auch Instrumentalunterricht), wird dabei verstärkt die Möglichkeit geboten, durch die Erarbeitung einfacher Begleitarrangements im Ensemble zu spielen.

 

Musicals und Konzerte

Seit einigen Jahren gibt es an unserer Schule eine intensive Chorarbeit im Bereich der Arbeitsgemeinschaften. Dabei wird projektbezogen gearbeitet, so dass am Ende einer Probenphase eine öffentliche Darbietung des Erarbeiteten steht. Mit der Anschaffung eines Klaviers hat der Förderverein unserer Schule sehr dazu beigetragen, die Probenarbeit zu erleichtern und Aufführungen musikalisch attraktiv zu gestalten. Neben der Gestaltung schuleigener Veranstaltungen wurden in den vergangenen Jahren folgende Projekte erarbeitet:

  • „Die Weihnachtsmäuse“ (Aufführung 2002 am Heiligabend in der E
  • „Tao, der kleine Rabe“ (Musikalisches Märchen, 2003, Martin-Luther-Schule)
  • „Mats und die Wundersteine“ (Musical, Aufführung 2004 im Päd. Zentrum)
  • „Frühlingskonzert“ (2004, Aufführung in der Martin-Luther-Schule)
  • „Tierisch musikalisch“ (Tierliederkonzert, 2005, Martin-Luther-Schule)
  • „Leben im All“ (Musical, 2006, Päd. Zentrum)
  • „Tuishipamoja“ (Musical, 2007, Päd. Zentrum)
  • „Kuscheltierkonzert“(Liederzyklus, 2007, Martin-Luther-Schule und Kinderstation des Krankenhauses Coesfeld)
  • „Nu Tao-Kind der Erde“ (2008, Konzert-Theater Coesfeld)
  • „Am Himmel geht ein Fenster auf“ (Weihnachtsmusical, 2008/2009, Aufführung im Weihnachtsgottesdienst unserer Schule und im Kindergottesdienst am Heiligabend in der Ev. Kirche)
  • „Die Schöpfung“ (2009)
  • „Franz und seine Freunde“ (2010)
  • „Kleiner Riese, großer Zwerg“ (2011)
  • „Die wunderbare Reise mit der Zeitmaschine“ (2012)
  • „Rotasia“ (2013)
  • „Der kleine Tag“ (2014)
  • „Eule findet den Beat“ (2015)

 

 

Kooperationsprojekte mit außerschulischen Partnern und Kultureinrichtungen

 

Kooperation mit der Musikschule Coesfeld

Seit dem Sommer 2007 gibt es eine intensive Zusammenarbeit der Martin-Luther-Schule mit der Musikschule der Stadt Coesfeld. Diese bietet in den Räumen unserer Schule im Anschluss an den Unterricht Instrumentalunterricht für die Instrumente Blockflöte (Klassenstufe 2), Geige, Gitarre und Trompete (Klassenstufen 3 und 4) an. Dieser Unterricht findet in Kleingruppen (max. 5 Kinder) einmal wöchentlich statt. Die Kosten belaufen sich einkommensgestaffelt auf 25 bis 30 Euro monatlich und beinhalten die Leihgebühr für das Instrument und die Instrumentenversicherung. Mit diesem kostengünstigen Angebot in einer bekannten Umgebung gemeinsam mit Freunden soll möglichst vielen Kindern das Erlernen eines Musikinstrumentes möglich gemacht werden.

Kooperation mit außerschulischen Musikpartnern

Wir bieten unseren SchülerInnen die Möglichkeit, Musikkultur in altersgemäßer Form persönlich zu erfahren. Daher haben wir regelmäßig außerschulische Musikpartner zu Gast. Ein Beispiel dafür ist die Junge Oper NRW, die mit der Aufführung der Oper „Hänsel und Gretel“ von E. Humperdinck oder „Die kleine Meerjungfrau“ von Antonín Dvořák die Kinder in verständlicher und spielerischer Weise an die Welt der Oper herangeführt hat. Zuvor wurden diese Aufführungen im Unterricht musikpädagogisch vorbereitet.

Kooperation mit dem Konzert Theater Coesfeld

Wir informieren unsere SchülerInnen über altersgemäße kulturelle Veranstaltungen, nehmen – wenn es terminlich möglich ist – Veranstaltungen gemeinsam wahr und

haben die Möglichkeit, für eigene kulturelle Veranstaltungen das Theater zu nutzen (s. Aufführung des Musicals „Nu Tao – Kind der Erde“ am 5.06.2008 und "Franz und seine Freunde" am 22.06.2011).

 

21. Diagnostik

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

22. DAZ - Deutsch als Zielsprache („DaZ“)

 

– Konzept zur sprachlichen Integration der SchülerInnen

Zielsetzungen sprachlicher Förderung

 

Sprache ist ein Schlüssel zur Bildung und Grundlage für schulischen Erfolg. Primäre Zielsetzung der Förderung der SchülerInnen mit Migrationshintergrund sowie der SchülerInnen mit Deutsch als Muttersprache, die einen sprachlichen Förderbedarf aufweisen, ist es, die alltagskommunikativen und die fachsprachlichen Kompetenzen so zu erweitern und zu festigen, dass das differenzierte Verstehen und Darstellen von Sachverhalten erweitert wird und sprachbedingte Lernhemmnisse abgebaut werden (vgl. Richtlinien und Lehrpläne NRW).

Langfristiges Ziel dieser Konzeption ist es, die sprachliche Handlungsfähigkeit als notwendige Bedingung für erfolgreiches Lernen und für die schulische und gesellschaftliche Integration zu schaffen.

 

Umsetzung der Sprachförderung an unserer Grundschule

Alle Kinder der Martin-Luther-Schule nehmen an einer umfassenden Schuleingangsdiagnostik teil, bei der u.a. die Sprach- und Sprechkompetenz der Kinder erhoben wird. Darüber hinaus finden im Sinne eines nahtlosen Übergangs vom Kindergarten in die Schule ebenfalls Austauschgespräche mit den ErzieherInnen der Kindertageseinrichtungen zur Sprachstandsdiagnostik statt.

Nach Auswertung der Ergebnisse durch den/die KlassenlehrerIn und dem/ der DaZ-lehrerIn werden erste individuelle Förderplanungen entwickelt.

Die individuellen Fortschritte beim Erwerb der Sprachaneignung werden kontinuierlich von den Lehrkräften beobachtet und für Maßnahmen der Förderung ausgewertet. Ausgangspunkt der weiteren sprachlichen Förderung im DaZ-Unterricht ist eine informelle Standorterhebung zum jeweiligen Lernstand. Leitend hierbei sind die Profilstufen nach Professor Grießhaber (2012) mit einem besonderen Fokus auf Wortschatz, Satzbau, Anwendung von Präpositionen sowie Gebrauch von Verb und Adjektiv in mündlichen Erzählungen des jeweiligen Kindes.

Darüber hinaus wird durch die Klassen- bzw. FachlehrerInnen und die FörderlehrerInnen der Lernerfolg regelmäßig überprüft. (Verfahren zur Feststellung ) Zur Diagnostik des aktuellen Sprachstandes werden formelle Verfahren (z.B. Hamburger Schreibprobe, Stolperwörter-Lesetest) sowie eigene Beobachtungsbögen genutzt.

 

Aus der engen Kooperation der beteiligten Lehrkräfte untereinander sowie mit den MitarbeiterInnen der OGS, ergeben sich möglichst umfassende Maßnahmen zur weiteren Sprachförderung im Rahmen innerer sowie äußerer Differenzierung und bei der Erstellung individueller Förderpläne.

 

Sprachförderung im Klassenverband

Eine gezielte sprachliche Förderung findet grundsätzlich vorrangig im Rahmen des Klassenverbandes durch einen sprachsensiblen Unterricht in allen Fächern statt und ist somit mit dem Grundsatz der individuellen Förderung verzahnt (siehe § 1 des Schulgesetzes).

Auch die SchülerInnen ohne deutsche Sprachkenntnisse bzw. Förderbedarf im Hörverstehen nehmen von Beginn an am Unterricht der jeweiligen Regelklasse teil. Neue Sprachkompetenzen erwerben die „spracharmen“ Kinder auch durch den sprachlichen Input und die Anlehnung an Sprachmuster ihrer Lehrpersonen und MitschülerInnen. Dabei ermöglichen sprachliche Hilfen und Lernangebote innerer Differenzierung allen Kindern, die einer sprachlichen Förderung bedürfen, größtmögliches sprachliches Handeln und das Erreichen unterrichtlicher Zielsetzungen auf individuellem Niveau.

Besondere Herausforderungen ergeben sich im Hinblick auf das Fachvokabular. Daher werden fachliche Inhalte sprachlich so reduziert und mit Hilfe von Wortspeichern und Einschleifübungen veranschaulicht und geübt, dass die Kinder Satzstrukturen, Fachwortschatz und Schlüsselvokabular erlernen.

Die Rolle von uns LehrerInnen als gute Sprachvorbilder mit einem eigenen reflektierten Sprachgebrauch ist dabei in allen Unterrichtsprozessen von grundlegender Bedeutung. Sprachliche Interaktion, Lob und Ermutigung, eine pädagogische Fehlertoleranz in kommunikativen Situationen, unterstützende Visualisierungen sowie Modellierungstechniken, wie z.B. ein sensibel eingesetztes korrektives Feedback (sprachlich korrektes, wörtliches Wiederholen noch nicht normgerechter SchülerInnenäußerungen), unterstützen dabei die kontinuierlich fortschreitenden Spracherwerbsprozesse der SchülerInnen in den Bereichen Hörverständnis, Sprechen, Lesen und Schreiben. Um die Lernmotivation aufrechtzuerhalten und die sprachliche Identität zu stärken, ist es wichtig, die Herkunftssprache der Kinder mit Migrationshintergrund in den Unterricht einzubeziehen. Hier erfahren sich die Kinder in einer sprachkompetenten Rolle und können aus ihrer Erstsprache Begriffe einbringen.

 

Sprachförderung in DaZ-Kleingruppen

Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund haben die Möglichkeit in äußerer Differenzierung an speziellen Fördergruppen im Fach "Deutsch als Zielsprache" teilzunehmen. Die an unserer Schule gebildeten Kleingruppen sind im Hinblick auf die jeweiligen Sprachkompetenzen bewusst z.T. niveau-heterogen organisiert, um neben dem „Miteinander-Lernen“ auch ein „Voneinander-Lernen“ zu ermöglichen.

Die Arbeit in den DaZ-Fördergruppen orientiert sich an den Themenbereichen der schuleigenen Arbeitspläne für Deutsch, Sachunterricht und Mathematik.

Ausgangspunkt der Sprachförderung ist das mündliche Sprachhandeln, der Aufbau und die Förderung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit, wobei das Hörverstehen grundlegend ist. In der Schuleingangsphase liegt die besondere Gewichtung im Bereich des Hörverstehens und des Sprechens, wobei die Unterschiede zwischen passivem Verstehen und der aktiven Verfügbarkeit des Wortschatzes in der Regel sehr groß sind. Schwerpunktmäßig werden in den Klassen 1/2 sachunterrichtliche Themenbereiche und der Schriftspracherwerb mit Hilfe der Anlauttabelle und ihren Laut-Bild-Zuordnungen im DaZ-Unterricht erarbeitet.

Alle Fördermaßnahmen knüpfen inhaltlich und thematisch an lebensweltliche Bezüge der Kinder an (z.B. Themenfelder Schule, Einkaufen, Wohnen, Kleidung, Jahreszeiten etc.), um das Interesse der Kinder zu wecken und sie in Alltagsbezügen möglichst rasch sprachlich handlungsfähig zu machen.

Des Weiteren zielt die Sprachförderung in unseren Kleingruppen auf den Aufbau von Kompetenzen aus allen Bereichen des Faches Deutsch:

  • Erarbeitung, Wiederholung und fortwährende Erweiterung eines lebensnahen und altersgemäßen Wortschatzes im Kontext einfacher Sprachstrukturen
  • Schulung des Hörverstehens mit dem Ziel der Teilnahme an Kommunikationssituationen außerhalb und innerhalb der Lerngruppe
  • Angebote von Sprechsituationen und Erzählanlässen mit dem Ziel, die eigenen Sprachproduktionen anzuregen
  • Aufzeigen von Sprechmustern und Sprachvorbildern, mit denen die SchülerInnen individuell und handlungsorientiert ihre sprachliche Kompetenz auf- und ausbauen können
  • Vorbereitung und Übung des schriftlichen Sprachhandeln in schriftlichen Aufgaben auf verschiedenen Lernniveaus
  • Erwerb von Leseverständnis und der Fähigkeit zum sinnentnehmenden Lesen durch Spiele und unterschiedliche Leseangebote

Einbindung sozialräumlicher Unterstützung

Neben der Beratungsstunde durch einen/eine qualifizierte FachlehrerIn und der Unterstützung durch die OGS werden auch kommunale Angebote und Kontakte vom Kollegium genutzt (z.B. Café Grenzenlos, Flüchtlingshelfer, Kommunales Integrationszentrum, VHS). Denn Maßnahmen zur Integration sollten sich nicht ausschließlich auf die Schule beziehen, sondern auch gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.

 

23. Sport

Das Fach Sport wird zum Wohle aller SchülerInnen an der Martin-Luther-Schule vielfältig interpretiert und entsprechend der einzelnen Leistungsfähigkeiten angeboten, denn die Wichtigkeit von Bewegung und sportlicher Tätigkeit als Ausgleich für Körper und Geist ist allgemein anerkannt.

Grundsätzlich hat wie im Lehrplan vorgesehen jede Klasse drei Stunden Sport in der Woche, wobei eine Doppelstunde in der Turnhalle der Jacobi-Schule (der zukünftigen („neuen“) Martin-Luther-Schule und eine Einzelstunde in der Gymnastikhalle der jetzigen Schule stattfindet.

Im zweiten und im vierten Schuljahr findet wöchentlich in einem Halbjahr eine Doppelstunde Schwimmunterricht statt. Die Nichtschwimmer fahren in die Schwimmhalle der Grundschule in Lette, die über einen Hubboden verfügt und deshalb für den Anfangs-Schwimmunterricht besonders gut geeignet ist. Die Seepferdchen-Schwimmer und die Inhaber eines Bronze-, Silber- oder sogar Gold-Schwimmabzeichens fahren in die Schwimmhalle in Coesfeld an der Osterwicker Straße. Dort wird die Gruppe noch einmal in zwei Leistungsklassen geteilt und getrennt unterrichtet.

Ziel der Schule ist es in jedem Jahr, möglichst keinen Nichtschwimmer (d.h. mindestens das Seepferdchen- Abzeichen) zu einer weiterführenden Schule zu entlassen. Das gelingt in der Regel auch jedes Jahr bis auf sehr wenige Ausnahmen.

Leistung wird auch bei der jährlichen Abnahme der Deutschen Sportabzeichen in Bronze, Silber und Gold gefordert und von den SchülerInnen auch erbracht. Unterstützt durch den LandesSportBund im Kreis Coesfeld und die Sparkasse Westmünsterland, dem Kooperationspartner der Initiative „Deutsches Sportabzeichen“ erlaufen, erspringen und erturnen sich die SchülerInnen der Schule innerhalb eines Schuljahrs regelmäßig viele Sportabzeichen.

Aber auch Kinder des ersten Schuljahrs, die aus den verschiedensten Gründen noch eine besondere zusätzliche Förderung im körperlichen Bereich benötigen, werden nicht vergessen. Sie erhalten wöchentlich eine zusätzliche Stunde Sportförderunterricht und werden so an die Leistungsbereiche der anderen SchülerInnen herangeführt.

Zwei Höhepunkte jedes Schuljahrs sind in jedem Jahr der „Ranzen-Cup“ und das Sommersportfest.

Beim Ranzen-Cup spielen gemischte Mädchen- und Jungen-Fußball-Teams aller Coesfelder Grundschulen jeweils einen Pokalsieger für die Klassen 1/2 sowie für die Klassen 3/4 aus. Viele Klassen unternehmen an diesem Tag einen „Wandertag“, um ihr Team lautstark zu unterstützen.

Alle SchülerInnen nehmen zum Ende des Schuljahrs am Sommersportfest teil, das aus einer Mischung klassischer Disziplinen wie Laufen, Werfen und Springen sowie aus vielen alternativen sportlichen Herausforderungen wie z.B. dem Wassertransport mit Schwämmen, einem Bierdeckel-Zielwerfen oder Pedalo-Fahren besteht.

 

24. Individuelle Förderung

siehe Punkt 9

 

25. Leistungsbewertung

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

26. Hausaufgaben an der Martin-Luther-Schule

Hausaufgaben sollen die individuelle Förderung unterstützen. Sie können dazu dienen, das im Unterricht Erarbeitete einzuprägen, einzuüben und anzuwenden. Sie müssen aus dem Unterricht erwachsen und wieder zu ihm führen, in ihrem Schwierigkeitsgrad und Umfang die Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Neigungen der SchülerInnen berücksichtigen und von diesen selbstständig ohne fremde Hilfe in folgenden Zeiten erledigt werden können.

(BASS 12 – 63 Nr. 3, Absatz 4)

Unsere Schule orientiert sich dabei an den vorgeschriebenen Zeiten für die jeweiligen Jahrgänge. Dementsprechend werden die Hausaufgaben so bemessen, dass sie

-      in den Klassen 1 und 2 in 30 Minuten und

-      in den Klassen 3 und 4 in 45 Minuten

erledigt werden können.

Die Hausaufgaben werden von den LehrerInnen regelmäßig auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft, um sicher zu stellen, dass die SchülerInnen die Inhalte verstanden und richtig zu Hause umgesetzt haben. Benotet werden die Hausaufgaben nicht, allerdings bekommen sie eine Anerkennung durch z.B. vom LehrerInnen einführte „Belohnungsstempel“ oder „Smileys“.

Die Hausaufgeben erledigen die Kinder an unserer Schule entweder zu Hause oder in der OGS. In der OGS findet jeden Mittag eine jahrgangsbezogene Hausaufgabenbetreuung statt (s. Absatz OGS).

 

27. Arbeitsgemeinschaften in der Schule

Wenn wir genügend Lehrerstunden zur Verfügung haben, richten wir gerne Arbeitsgemeinschaften ein, denn Arbeitsgemeinschaften (außerunterrichtliche Angebote) bilden neben dem Fachunterricht einen wichtigen Bestandteil in unserem Schulleben. Den Kindern wird hier durch wechselnde Angebote die Möglichkeit gegeben, jahrgangsübergreifend und bewertungsfrei zu arbeiten. Dabei freuen wir uns immer wieder über Elternengagement.

Zurzeit haben die Kinder an unserer Schule die Möglichkeit im Chor zu singen. Neben dem Erlernen neuer Lieder wird hier viel Wert auf Stimm- und Artikulationsübungen gelegt.

In der Musical AG wurden in den vergangenen Jahren zahlreichen Musicals einstudiert und im PZ aufgeführt. Diese haben immer großen Anklang gefunden.

(s. Musikunterricht)

Unsere Schule ist immer bemüht, den Kindern Angebote in Form von Arbeitsgemeinschaften in verschiedenen Bereichen zu bieten, da gerade dieser bewertungsfreie Rahmen die Kinder motiviert und ihr Interesse weckt. Die Interessen, Fähigkeiten und Neigungen der Kinder sowie die Entwicklung und Förderung überfachlicher Kompetenzen bilden die Grundlage für die Arbeitsgemeinschaften.

Durch die meist stringente Struktur erfolgt die Teilnahme an der Arbeitsgemeinschaft in einem vorab festgelegten Zeitplan. So können wir die Fertigstellung des Endprodukts (zurzeit z.B. die des Roboters in der Roboter-AG oder eines Fliegers in der Werk-AG) gewährleisten und den Kindern Transparenz über den Verlauf und das Ziel der Arbeitsgemeinschaft bieten.

In der Chor-AG (Klassenstufe 2) wird neben dem Erlernen von Liedern Wert auf. In der Musical-AG (Klassenstufen 3 und 4) wird ein Musiktheaterstück einstudiert, das am Ende eines Schuljahres zur öffentlichen Aufführung gelangt. Bei zahlreichen Veranstaltungen dieser Art haben uns in der Vergangenheit zahlreiche Eltern tatkräftig unterstützt, ohne deren Mithilfe derartige Projekte nicht durchführbar wären.

 

28. Herkunftssprachlicher Unterricht (HSU)

Viele Kinder unserer Schule bringen einen großen Vorteil mit. Sie wachsen mit zwei Sprachen auf: Die Herkunftssprache in ihrer Familie und Deutsch im schulischen Umfeld. Aufgabe des herkunftssprachlichen Unterrichtes ist es, die Herkunftssprache dieser SchülerInnen zu erhalten, ihren Sprachschatz im mündlichen und schriftlichen Bereich zu erweitern sowie ihnen die Landeskunde des Herkunftslandes zu vermitteln. Der Unterricht wird von ausgebildeten Lehrkräften erteilt.

Im Kreisgebiet Coesfeld wird dieser Unterricht in mehreren Sprachen angeboten und ist eine Ergänzung der regulären Schulstunden. Er umfasst grundsätzlich drei Wochenstunden am Nachmittag. Voraussetzung für die Einrichtung einer Gruppe ist, dass sich genügend SchülerInnen mit der gleichen Herkunftssprache anmelden.

Wenn die Eltern diesen zusätzlichen Unterricht wünschen, melden sie ihr Kind zu Beginn eines Schuljahres an. Dazu füllen sie ein Formular aus, das im Sekretariat vorliegt. Nähere Informationen erhalten die Eltern bei dem/der KlassenlehrerIn oder der Schulleitung.

 

29. Schulveranstaltungen

Veranstaltungen, die über den normalen schulischen Rahmen hinausgehen, fördern auf vielfältige Art und Weise die verschiedensten Entwicklungsbereiche und sind ein fester Bestandteil im pädagogischen Konzept der Martin-Luther-Schule. Hierzu finden

Projekttage/Projektwochen zu bestimmten Themen,

der Besuch außerschulischer Lernorte,

Wandertage/Ausflüge,

mehrtägige Klassenfahrten in der Klasse 3 oder 4,

alle zwei Jahre ein Schulfest,

Einschulungsfeiern,

Verabschiedungsfeier der Viertklässler,

Klassenfeiern (z.B. Kennenlernfest, Buchstabenfest, Weihnachtsfeiern, Karneval),

Nikolausfeier,

Lesenächte,

Gottesdienste,

Sportfeste, der Ranzen-Cup (Fußball),

Basteltage, usw.

statt.

Wittenbergfahrt

Eine besondere Veranstaltung ist die dreitägige Schulfahrt nach Wittenberg, zur Wirkungsstätte des Namensgebers unserer Schule - Martin Luther.

 

Im Jahre 2017 wurde sie aus Anlass des 500-jährigen Lutherjubiläums zum ersten Mal durchgeführt und soll nun alle drei Jahre für die SchülerInnen der Klassen 2 bis 4 wiederholt werden (2020, 2023, usw.).

Rückblick 2017

Insgesamt 80 SchülerInnen, ca. 20 Eltern bzw. Großeltern und 6 LehrerInnen waren mit zwei Reisebussen nach Wittenberg aufgebrochen, um sich auf die Spuren des Namensgebers unserer Schule zu machen.

Übernachtet wurde gemeinsam in der Jugendherberge direkt neben der Schlosskirche in der Innenstadt von Wittenberg, nur wenige Meter entfernt von der legendären Kirchentür, an die Luther am 31. Oktober 1517 seine Thesen angeschlagen haben soll. Diese Fahrt war für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis und es war der Wunsch aller Beteiligten, diese Fahrt zu wiederholen.

Parallel zu der Fahrt fanden für die Daheimgebliebenen drei Projekttage rund um das Thema Martin Luther und die Reformation statt, deren Ergebnisse in einer Ausstellung veröffentlicht wurden.

 

30. Schulsozialarbeit

 

Mein Name ist Andrea Wiesner und als Schulsozialarbeiterin bin ich seit März 2016 an fünf Grundschulen in Coesfeld tätig.
Gemeinsam mit meinen zwei Kollegen sind wir im Rahmen des zweijährigen Projekts „Schulsozialarbeit in Coesfeld“ an zehn Coesfelder Schulen aktiv. Die Schulsozialarbeit bietet dabei viele Möglichkeiten auf unterschiedlichen Ebenen mit Kindern, Eltern, Schulen, Vereinen sowie Verbänden zu agieren, zusammenzuarbeiten und Unterstützung zu leisten.

Die Aufgaben der Schulsozialarbeit sind von Schule zu Schule unterschiedlich. Mit Projekten und Angeboten zur Freizeitgestaltung (z.B. im Jugendhaus „Stellwerk“) und der Bildungs- und Teilhabeberatung möchten wir für die SchülerInnen eine stärkere Verbindung zwischen den Lebenswelten Schule und Freizeit schaffen. Beispielsweise können Eltern durch eine Bildungs- und Teilhabe-Beratung bei Klassenfahrten oder der Ausübung von Freizeitangeboten des Kindes finanziell durch das Bildungs- und Teilhabepaket (kurz: BuT) unterstützt werden.

Gerne stehe ich Ihnen hier beratend zur Seite. Weitere Informationen zum Bildungs- und Teilhabepaket können sie auch aus dem Artikel „Das Bildungs- und Teilhabegesetz“ entnehmen.

Hier erfahren Sie mehr über die Schulsozialarbeit, die genauen Präsenzzeiten an den Schulen und weiteren Angeboten für Kinder und Jugendliche in Coesfeld: www.junges-coesfeld.de

Kontaktdaten:

Andrea Wiesner
Fachbereich Jugend, Familie, Bildung und Freizeit
Schulsozialarbeit
Tel: 02541/ 9392231
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

31. Vermittlung von Sozialkompetenzen

Begriffsklärung „Sozialkompetenz“

Sozialkompetenzen sind all die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die die Mitglieder einer Gesellschaft befähigen, miteinander in gegenseitiger Toleranz zu leben und respektvoll miteinander umzugehen.

Einige der wichtigsten Fähigkeiten und Fertigkeiten sind hier beispielhaft aufgelistet:

-      Selbstwertgefühl

-      Selbstvertrauen

-      Achtung

-      Respekt

-      Kritikfähigkeit

-      Teamfähigkeit

-      Kooperation

-      Konfliktfähigkeit

Die Vermittlung von Sozialkompetenzen als ein Schwerpunkt unserer Schule spiegelt sich sowohl durch die äußere Unterrichtsgestaltung als auch durch speziell darauf ausgerichtete didaktisch-methodische Entscheidungen wider. So sind der offene Unterrichtsbeginn, das Patenklassensystem zwischen dem 1. und dem 4. Schuljahr sowie verbindliche Pausen- und Klassenregeln feste Bestandteile unserer pädagogischen Arbeit. Auch verschiedene Arbeits- und Sozialformen im Unterricht wie Partner- oder Gruppenarbeit, Wochenplanarbeit, Freiarbeit und Projektwochen finden regelmäßig statt, um soziale Interaktionen zu ermöglichen und das selbstverantwortliche Arbeiten im Team zu fördern.

Im Rahmen des Klassenunterrichts finden regelmäßig Gesprächsrunden statt, in denen aktuelle Konflikte und Probleme der Kinder besprochen werden. Konkrete Anliegen der Klassengemeinschaft oder einzelner SchülerInnen werden thematisiert und einvernehmliche Lösungen von den Kindern erarbeitet. Die Lehrkraft begleitet diesen Prozess durch weiterführende Impulse und überträgt die Gesprächsführung im Laufe der Zeit immer mehr an die Kinder.

Diese Art der selbstverantwortlichen Konfliktlösung fördert basisdemokratische Entscheidungsprozesse und unterstützt die Kinder in ihrer Selbstständigkeit.

Zusätzlich arbeitet eine Schulsozialarbeiterin an unserer Schule, die in enger Kooperation mit dem LehrerInnenkollegium steht und in den organisatorischen Gesamtablauf der Schule eingebunden ist. Sie unterstützt unsere Arbeit im Bereich des sozialen Lernens sowohl mit Gruppenangeboten zur Förderung der Sozialkompetenzen und der Konzentration, als auch durch Einzelfallhilfe für Kinder in problematischen, individuellen und sozialen Lebenssituationen.

Im Vordergrund steht dabei die Förderung der emotionalen und sozialen Kompetenz der Kinder. Mit Hilfe von Spielen und Übungen werden sie aufgefordert, konstruktive Lösungsstrategien zu entwickeln und diese Verhaltensmöglichkeiten im Schulalltag zu nutzen.

Die Kinder an unserer Schule lernen, welche Verhaltensmöglichkeiten in Konfliktsituationen zu Lösungen führen, so dass Streitereien in der Regel verbal ausgetragen werden und – soweit im Einzelfall erforderlich - durch gezielte Streitschlichtungsgespräche aufgearbeitet werden. Darüber hinaus sind Vorfälle mutwilliger Beschädigung oder Zerstörung von Seiten unserer SchülerInnen auf dem Schulhof und/oder am Schulgebäude äußerst selten. Die SchülerInnen nutzen die Pausensituationen häufig, um mit den MitschülerInnen und Paten anderer Jahrgangsstufen zu spielen und jüngeren SchülerInnen bei der Eingewöhnung ins Schulleben helfend zur Seite zu stehen.

Der respektvolle Umgang miteinander ist uns ein wichtiges Anliegen und die kontinuierliche pädagogische Arbeit im Bereich der Vermittlung von Sozialkompetenzen führt zu einem positiven Sozialklima an unserer Schule.

 

32. Einschulung in der Martin-Luther-Schule

Beginn der Schulpflicht

Jedes Kind, das bis zum 30. September sechs Jahre alt wird, ist schulpflichtig und wird nach den Sommerferien eingeschult.

Eine vorzeitige Einschulung ist auf Antrag der Eltern möglich. Die Zurückstellung eines Kindes ist nur bei erheblichen Bedenken im gesundheitlichen Bereich erforderlich. Die Klassen 1 und 2 werden als „flexible Schuleingangsphase“ geführt, in der die Kinder je nach Lernfortschritt ein bis drei Jahre verbleiben. Das dritte Jahr der Schuleingangsphase wird nicht auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet. In der Martin-Luther-Schule ist die Schuleingangsphase jahrgangsbezogen organisiert, d.h. getrennt in Klasse 1 und Klasse 2. Über die flexible Schuleingangsphase informiert der Schulträger in einer zentralen Veranstaltung die Eltern vierjähriger Kinder.

Vor Beginn der Schulpflicht im Alter von vier Jahren werden die Kinder auf ihren Sprachstand hin begutachtet und bei Bedarf gefördert. Dies geschieht im Kindergartenalltag. Besucht ein Kind keine Kindertagesstätte und es wird innerhalb eines Sprachfeststellungsverfahrens von Seiten der Schule ein Förderbedarf festgestellt, wird den Eltern der Besuch einer Tageseinrichtung angeraten oder Sprachförderkurse auf anderer Ebene angeordnet.

 

Kennenlernen der Schule

Einige Wochen vor der Schulanmeldung lädt unsere Schule alle zukünftigen Lernanfänger und ihre Eltern zu einem Tag der offenen Tür in die Schule ein. Dabei informieren die Schulleitung, das Kollegium und die Leitung der Offenen Ganztagsbetreuung zunächst über die Schule, bevor dann die Klassenräume besichtigt werden können und Schulleben erfahrbar gemacht wird. Die Eltern haben in dieser Zeit Gelegenheit zu Gesprächen mit anderen „schulerfahrenen“ Eltern unserer Schulgemeinde.

 

Das Anmeldegespräch

Alle Eltern von schulpflichtigen Kindern werden im September des vorausgehenden Jahres von der Stadt aufgefordert, eine Grundschule – unabhängig vom Wohngebiet - auszuwählen. Dabei ist es möglich einen Erst- und Zweitwunsch zu äußern. Die jeweilige Schule erhält anschließend die Elternliste und bittet das Kind und die Eltern schriftlich zur Schulanmeldung.

Zum Anmeldegespräch bringen die Eltern das Familienstammbuch und den Anmeldebogen der Stadt mit. Gemeinsam wird ein Personalbogen ausgefüllt, wichtige Informationen zur Einschulung werden gegeben und die Schulleitung bzw. eine Kollegin lernt das Schulkind ein wenig näher kennen. Gegebenenfalls wird noch auf Förderbedarfe hingewiesen. Nach erfolgter Anmeldung in der Schule lädt das Gesundheitsamt die Kinder zu einer amtsärztlichen Untersuchung ein. Anschließend verschickt die Schule die schriftliche Zusage.

 

 

Kontakttag in der Schule

 

Vor den Sommerferien, wenn die Klassen gebildet worden sind, kommen alle angemeldeten Schulanfänger zueinem Besuchstag in die Schule. Es wird gelernt, gespielt, gemalt oder gebastelt. Dabei lernen die Kinder ihre MitschülerInnen und ihre künftigen LehrerInnen kennen.

Erster Elternabend

Kurz vor diesem Kontakttag werden die Eltern zu einem ersten Elternabend in die Schule gebeten.

An diesem Termin erhalten die Eltern alle notwendigen Informationen zum Schulanfang, z.B. welche Anschaffungen gemacht werden müssen, wie der Einschulungstag verläuft und welche organisatorischen Fragen zu klären sind.

Der erste Schultag

Der erste Schultag ist in der Regel der zweite Tag nach den Sommerferien. Mit dem neuen Tornister und der großen Schultüte beginnt er mit einem Gottesdienst für Schulanfänger und Eltern (Großeltern) in der evangelischen Kirche.

In der Schule werden die neuen Erstklässler anschließend von allen Kindern begrüßt. Die kleine Feier gestalten die Kinder der vierten Klassen – die zukünftigen Paten.

Mit dem/der KlassenlehrerIn beginnt dann der erste Schultag, der jedoch nur kurz ist. Die Eltern werden in dieser Zeit von Schuleltern im evangelischen Gemeindehaus bewirtet, wo letzte Fragen geklärt werden.

Nach dem „Knipsen“ der ersten Klassenfotos geht‘s nach Hause, wo der erste Schultag vielleicht noch gefeiert und die Schultüte ausgepackt wird.

 

33. Konzept des Offenen Ganztags an der Martin-Luther-Schule

Koordinatorin:

Carmen Marian

Tel.: 02541/ 96 69 00

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

   

 

Offene Ganztagschule

Träger des Offenen Ganztags an der Martin–Luther –Schule in Coesfeld ist das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Steinfurt-Coesfeld-Borken e.V.

 

Unser Ziel ist,

gemeinsam mit allen an der Erziehung Beteiligten Wege zu suchen, die die Kinder befähigen, weitestgehend selbständig und verantwortungsvoll Handlungskonzepte in einer sich schnell veränderten Welt zu verinnerlichen.

Gestalten und Erleben von Verbindlichkeit zwischen allen handelnden Personen und Institutionen (Mitarbeiter, Kinder, Eltern, Träger,…) ist eine wichtige Grundlage für Effizienz und Nachhaltigkeit pädagogischen Handelns.

Eine enge Vernetzung und eine gemeinsame Ausrichtung des schulischen Handelns im Vor- und im Nachmittagsbereich sind unverzichtbar.

 

Team

Unser Team besteht im Schuljahr 2017/18 aus 6 ErzieherInnen, einem Jahrespraktikanten und einer Haushaltskraft. Zusätzlich werden wir in unserem pädagogischen Auftrag von LehrerInnen und Honorarkräften unterstützt.

Carmen Marian                    Koordinatorin

Maria Suerhoff                     Erzieherin

Susan Meyer                         Erzieherin

Nadine Zaskoku                    Erzieherin

Jutta Vennemann                 Erzieherin

Martina Vennes                   Erzieherin

Sven Klawikowski                 Jahrespraktikant

Sofia Leibham                       Haushaltskraft

 

Wissenswertes

Viele der Schüler unserer Schule besuchen unseren Offenen Ganztag. Die Kinder werden täglich nach Unterrichtsschluss bis 16.00 Uhr gefördert und betreut. Anwesenheitspflicht an Schultagen ist nach Unterrichtsschluss bis 15.00 Uhr.

Zum täglichen Ablauf gehören ein Mittagessen in der Gruppe, Hausaufgabenbegleitung (Lernzeit), Freispiel, ergänzt durch kreative und sportliche Angebote in Arbeitsgruppen und Projekten.

  • Wir bieten den Kindern Raum für Bildung.
  • Wir bieten Felder für soziales Lernen und unterstützen bei der Lösung von Konflikten.
  • Die Kinder erleben sich als Teil einer Gruppe.
  • Sie werden unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Begabungen und Interessen gefördert.
  • Chancengleichheit für alle Kinder.
  • Ein strukturierter Tagesablauf unterstützt die Kinder und gibt ihnen Sicherheit.
  • Wir unterstützen und begleiten die Kinder während der Lernzeit.
  • Schule und Offener Ganztag arbeiten eng zusammen.
  • Die Kinder haben am Nachmittag die Möglichkeit unterschiedliche Sport- und Freizeitangebote kennenzulernen.
  • Die Bewegungsfreude der Kinder wird gefördert.
  • Täglich erhalten die Kinder ein gesundes und abwechslungsreiches Mittagessen.

 

Tagesrhythmus der Kinder

  • Unterricht
  • Ankommen im Offenen Ganztag/Hofpause
  • Individuelle Freizeit
  • Mittagessen
  • Bewegung an frischer Luft
  • Lernzeit
  • Freizeitangebote/AG/Projekte

Mittagessen

Die Kinder erhalten täglich für 3,00€ eine warme Mahlzeit und Getränke. Die Kosten werden im Lastschriftverfahren durch die Diakonie abgebucht. Ansprechpartner ist Frau Gölfennen.

Tel.-Nr.: 02551/ 144-47

Bei Erkrankung des Kindes kann bis 16.00 Uhr das Essen für den nächsten Tag bzw. für die Dauer der Erkrankung abbestellt werden.

Tel.-Nr.: 02541/ 966900

Partyservice Döker GmbH

Handwerkerstraße 11

48720 Rosendahl-Holtwick

Geschäftsführer: Clemens Becker.

 

Gegessen wird in drei Gruppen, abhängig vom Unterrichtsschluss der einzelnen Klassen. Wir achten auf gute Manieren. Die Kinder dürfen sich während des Essens unterhalten, dabei achten wir auf eine angenehme Essenssituation.

 

Das Essen ist kindgerecht und leistet einen Beitrag zur gesunden Ernährung.

Kinder geben Rückmeldung zum Geschmack des Essens und dürfen Wünsche äußern. Die Küche ist im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemüht diese Hinweise und Wünsche umzusetzen.

 

Lernzeit

 

Schulrechtliche Vorgaben

Hausaufgaben ergänzen die schulische Arbeit, deren wesentlicher Teil im Unterricht geleistet wird.

Hausaufgaben sollen so bemessen sein, dass sie bezogen auf den einzelnen Tag, in folgenden Arbeitszeiten erledigt werden können:

Für die Klassen 1 und 2 in   30 Minuten

Für die Klassen 3 und 4 in   45 Minuten

Hausaufgaben werden täglich in festen Gruppen mit festen Ansprechpartnern erledigt.

(n. RdErl. d. Ministeriums für Schule und Weiterbildung v. 05.05.15, ABl. NRW S. 270)

 

Unser Ziel

Die Kinder sollen befähigt werden, ihre Hausaufgaben selbständig und sorgfältig zu

erledigen. Die Verantwortung für ihre Hausaufgaben haben die Kinder.

LehrerInnen, Erzieher und Eltern sollen die Kinder begleiten und unterstützen.

 

Zweck von Hausaufgaben

  • Vertiefung und Festigung von erarbeitetem Wissen (Übungsaufgaben)
  • Übertragung des gelernten Wissens auf neue Lernsituationen (Anwendungsaufgaben)
  • Vorbereitung der Unterrichtsarbeit
  • Kontrolle des Lernerfolgs
  • Mittel, den/die SchülerIn zu selbständiger Arbeit hinzuführen

 

Führen des HA – Heftes:

  • Die SchülerInnen sind verpflichtet ihre Hausaufgaben ins Hausaufgabenheft zu schreiben.
  • SchülerInnen informieren sich über das Hausaufgabenheft. Was habe ich auf? Was muss ich auspacken?
  • Die Fachkraft unterschreibt im Hausaufgabenheft, wenn alles erledigt ist.
  • Rückmeldung für die Kinder und Eltern sind die Smileys im Hausaufgabenheft.
  • Rückmeldungen für die LehrerInnen werden unter den Hausaufgaben vermerkt.

Die Smileys sind keine Bewertung der schulischen Leistungen, sondern zeigen die Anstrengungsbereitschaft an.

 

So gelingen Hausaufgaben

  1. Organisatorische Voraussetzungen schaffen:

ü  Raumkonzept und Zeiten sowie Zuständigkeit planen

ü  Für Ruhe, gute Lichtverhältnisse, festen Arbeitsplatz und frische Luft (Öffnen der Fenster) sorgen

  1. Einführung von Regeln und Absprachen

ü  Erarbeitung einer Hausaufgabenordung (mit den Kindern)!

  1. Die Aufgaben der Begleiter der Hausaufgaben

ü  Beantwortung von Fragen, Hilfe bei Problemen

ü  Gefühl vermitteln: Fehler gehören zum Lernprozess!

ü  Hilfe bei der Einteilung und Planung der Arbeit

ü  Förderung der Selbständigkeit

ü  Hausaufgaben auf Vollständigkeit und Sauberkeit kontrollieren!

ü  Beachten: Sternchenaufgaben sind Wahl und keine Pflichtaufgabe!

ü  Bei Problemen Rückmeldung an Eltern, Schulleitung und LehrerInnen

Kontrolle

Die Hausaugaben werden auf Vollständigkeit und Sauberkeit hin kontrolliert.

Sie müssen am Abend von den Eltern angesehen, auf richtigkeit geprüft und gewürdigt werden. Es wird in der OGS kein Nachhilfeunterricht geleistet.

 

Kommunikation/Absprachen zwischen allen Beteiligten

  • Hausaufgabenheft ist die Schnittstelle der Zusammenarbeit zwischen Schule, OGS und Elternhaus.
  • Förderkinder müssen den Betreuern der Hausaufgaben bekannt sein.
  • Förderkinder und SchülerInnen mit mangelnder Schulreife bekommen bei Bedarf individuelle Hausaufgaben auf.
  • Bei Schwierigkeiten kurze Mitteilung an die/den LehrerIn unter den Hausaufgaben.

Zusätzliche Absprachen

  • Hausaufgaben werden von Montag bis Freitag täglich aufgegeben.
  • Nicht verstandene Hausaufgaben werden am folgenden Tag noch einmal erklärt.
  • Nicht erledigte Hausaufgaben können im OG in Ausnahmefällen, wenn die Zeit noch ausreicht, nachgearbeitet werden. Wenn nicht, müssen die Hausaufgaben zu Hause erledigt werden.
  • Keine Hausaufgaben werden vor Ferienbeginn und bei hitzefrei gegeben.
  • Falls Lehrkräfte der Hausaufgabenbetreuung verhindert sind, wird für Vertretung gesorgt.

Freizeitangebote

Freizeit – freie Zeit für das Kind. Hier wird deutlich, dass die Freizeit viel Mitbestimmungsrecht für das Kind beinhaltet.

  • Wir geben den Kindern umfangreiche Möglichkeiten sich zu entdecken, ihre Stärken zu finden und zu festigen, sowie an den „Schwächen“ zu arbeiten.
  • Die Kinder erleben Gemeinschaft und finden neue Freunde.

Wir bieten offene und feste Angebote im Freizeitbereich an.

Offene Angebote werden aus aktuellen Situationen aufgegriffen und zum Thema gemacht.

Feste Angebote werden durch ErzieherInnen, Kooperationspartner oder Honorarkräfte geleitet.

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist uns wichtig.

Wir sind der Meinung, dass eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern das Familienleben und unsere Arbeit entlasten und bereichern wird.

  • Zu Beginn des Schuljahres findet ein Informationsabend statt.
  • Elternbriefe zur Verständigung/Information
  • Pinnwand - Berichte aus der Arbeit
  • Tür- und Angel-Gespräche
  • Hausaufgabenheft = Mitteilungen zwischen Eltern und OG (Offenen Ganztag)
  • Elterngespräche mit vorheriger Terminabsprache
  • Zusammenarbeit Elternhaus und anderen sozialen Einrichtungen
  • Telefonkontakt – Tel. – Nr.:02541/ 966900
  • (Zwischen 12.00 und 14 Uhr bitte nur im Notfall anrufen - Mittagessenszeit)

Termine für das Schuljahr 2017/ 18

Elternabend                                                  28. September 2017

Weihnachtsfeier                                          14. Dezember 2017

1.Geburtstagsparty                                     25. Januar 2018

Karneval                                                        09. Februar 2018

2.Geburtstagsparty                                     28. Juni 2018

Abschiedsfeier Klasse 4                              05. Juli 2018 - Fahrt zum Ketteler Hof

 

Ein weiteres Angebot: „Schule 8 bis 1“

Im Schuljahr 2017/18 besuchen 36 Kinder die „Schule 8 bis 1“.

Die Betreuung bietet einen verlässlichen Ort für die Kinder zur Überbrückung vom Schulschluss bis Sie Ihr Kind abholen können bzw. die Heimfahrt mit dem Bus erfolgt.

Hier wird das Kind optimal nach der Schule betreut. Im Rahmen der „Schule 8 bis 1“ übernehmen wir die Betreuung Ihres Kindes von 8.00 Uhr bis 13.15 Uhr.

Es wird viel gebastelt und gebaut, Gesellschaftsspiele gespielt und ausgiebig draußen getobt. Mittagessen, sowie Hausaufgaben- und Ferienbetreuung sind in diesem Angebot nicht enthalten.

An pädagogischen Tagen, an denen kein Unterricht stattfindet, bieten wir Ihnen eine Betreuung ab 8.00 Uhr bis 13.15 Uhr gemeinsam mit den OGS-Kindern an.

Träger der Offenen Ganztagsschule und der „Schule 8 bis 1“ ist die Diakonie. Die Diakonie stellt die Fachlichkeit des Personals sicher.

 

34. Übergang zu den weiterführenden Schulen

Im ersten Schulhalbjahr der Klasse 4 informiert die Grundschule in Form eines Elternabends über die Bildungsgänge in der Sekundarstufe I und II sowie das örtliche Schulangebot. Hier werden allgemeine Informationen gegeben und es können erste Fragen der Eltern geklärt werden. Die weiterführenden Schulen der Stadt stellen in der Regel Informationsmaterial für interessierte Eltern zur Verfügung, das an diesem Abend gesichtet und mitgenommen werden kann. In diesen Broschüren wird auch auf die Informationsveranstaltungen („Tag der offenen Tür“) der Schulen hingewiesen, an denen Kinder und Eltern die Einrichtungen näher kennenlernen können.

Am Ende des Kalenderjahres (zumeist im Dezember) führt der/die KlassenlehrerIn mit den Erziehungsberechtigten ein Beratungsgespräch über die weitere schulische Förderung. In diesem Gespräche wird auch die Wahl der weiterführenden Schule unter Berücksichtigung der bisherigen Schullaufbahn intensiv besprochen. Grundlage des Gespräches ist neben den Lernzielkontrollen und den Beobachtungen der Lehrpersonen ein Beratungsbogen, auf dem detailliert das Arbeits- und Sozialverhalten mit einzelnen Unterpunkten in Form eines Ankreuzbogens dokumentiert ist. Sowohl die Lehrperson als auch die Erziehungsberechtigten füllen ein Exemplar des Bogens für dieses Gespräch aus und bringen es mit. So wird die Einschätzung des Kindes von Eltern- und LehrerInnenseite Grundlage des Gespräches.

Als Anlage zum Schulhalbjahreszeugnis der Klasse 4 erhalten die Erziehungsberechtigten eine begründete Empfehlung für die Schulform, die für die weitere schulische Förderung ihres Kindes am besten geeignet erscheint. Zusätzlich wird auch der Beratungsbogen als Ergebnis des Beratungsgespräches dem Zeugnis beigefügt.

Vor der Anmeldung zu den weiterführenden Schulen bietet die Martin-Luther-Schule allen noch unentschlossenen Eltern einen weiteren Beratungstermin an.

Im Anschluss daran, in der Regel in der zweiten Februarhälfte, melden die Erziehungsberechtigten ihr Kind bei einer Schule der von ihnen gewählten Schulform und Schulart an.

Am Ende des Schuljahres findet ein Abschlussgottesdienst für die Viertklässler statt, der von ihren Patenklassen aus dem 1. Schuljahr gestaltet wird.

Anschließend nimmt die Schule in einer kleinen Feier Abschied von ihren „Großen“.

 

35. Außerschulische Partner und Projekte

 

35.1. Zusammenarbeit mit dem Ev. Familienzentrum Martin Luther

Schon seit vielen Jahren findet ein regelmäßiger Austausch und eine enge Zusammenarbeit mit dem Evangelischen FaZ Martin Luther statt.

Einige Wochen nach Beginn des Schuljahres besuchen uns die „Wackelzähne“, also die zukünftigen Schulkinder des Familienzentrums zum Schnupperunterricht. Gemeinsam mit ihren ErzieherInnen nehmen sie am Unterricht der neuen ersten Klassen teil und schnuppern so zum ersten Mal „Grundschulluft“.

Anlässlich unseres Projekttages zum Thema „Martin Luther“ laden wir die Wackelzähne und ihre ErzieherInnen dann erneut ein, um zusammen mit den Erstklässlern den gemeinsamen Namenspatron in Form einer Bildergeschichte etwas besser kennenzulernen. Anschließend setzen die Kinder das Gelernte zum Beispiel beim Arbeiten mit Ton kreativ um. Es wird auch gesungen, gemalt und szenisch gespielt. Der Projekttag endet mit einem gemeinsamen Reformationsgottesdienst in der Evangelischen Kirche am Markt, zu dem alle Kinder und Eltern des FaZ Martin Luther und unserer Schule eingeladen sind.

In regelmäßigen Abständen finden weitere gemeinsame Aktionen mit dem FaZ statt. So besuchten im Oktober 2017 beispielsweise alle Kinder, ErzieherInnen, LehrerInnen und einige Eltern anlässlich des Reformationsjubiläums das Kinder-Mitmach-Konzert des Kinderliedermachers Uwe Lal in der Evangelischen Kirche.

Ein regelmäßiger Austausch findet zwischen den ErzieherInnen und LehrerInnen bei den jährlichen Treffen statt. Hier werden zum Beispiel gemeinsame Aktionen geplant, aber auch Veränderungen der jeweiligen pädagogischen Arbeit werden schwerpunktmäßig vorgestellt und miteinander diskutiert. So ist im Laufe der Jahre eine enge Vernetzung zwischen dem Ev. FaZ und unserer Schule entstanden, die von gegenseitiger Wertschätzung und konstruktiver Zusammenarbeit geprägt ist.

Dank finanzieller Unterstützung unserer großzügigen Sponsoren können wir in unserem Schulalltag auch verschiedene kostenintensivere Projekte anbieten.

 

35.2. Bücherei: Kooperation mit der evangelischen Gemeindebücherei

Ein außerschulischer Partner der Martin-Luther-Schule ist die evangelische Gemeindebücherei. Die Zusammenarbeit gestaltet sich sehr vielfältig.

Zum einen haben die SchülerInnen der Schule einmal im Monat während des Schulvormittags die Gelegenheit Bücher aus der Bücherei auszuleihen. Während dieser Zeit stehen MitarbeiterInnen der Einrichtung für Fragen und zur Beratung der Kinder bereit.

Auch für gezielte Anschaffungswünsche und Vorschläge der Kinder sowie auch der Lehrpersonen ist die Bücherei unter der Leitung von Frau Schorn immer offen. So hat die Einrichtung der Martin-Luther-Schule vielfältige Materialien für den Unterrichtsbereich „Deutsch als Zweitsprache“ zur Verfügung gestellt.

Ein weiterer Baustein der Zusammenarbeit sind die „Lesepaten“. Ebenfalls ungefähr einmal im Monat besuchen ehrenamtliche Mitarbeiter jede Klassenstufe und führen in Kleingruppen eine Vorlesestunde durch. Diese Vorlesezeit wird von den Kindern immer sehr genossen, fördert die Sprach- und Lesekenntnisse und weckt das Literaturinteresse der SchülerInnen.

 

35.3. Projekt „Kulturstrolche“

Die Martin-Luther-Schule nimmt seit einigen Jahren an dem Projekt „Kulturstrolche“ teil. Ziel des Projekts ist es Begegnungen zwischen Kindern und Kultur zu schaffen.

Hierfür kooperieren verschiedene Kulturinstitutionen und KünstlerInnen mit der örtlichen Projektleitung – hier: dem Fachbereich Weiterbildung und Kultur der Stadt Coesfeld.

Vom 2. bis zum 4. Schuljahr haben die SchülerInnen die Gelegenheit bei den Kulturinstitutionen und KünstlerInnen hinter die Kulissen zu blicken und das abwechslungsreiche Kulturprogramm, das auf die spezifische Altersgruppe der SchülerInnen abgestimmt ist, auszuprobieren, zu experimentieren und zu hinterfragen.

Die Angebote sind den Bereichen Literatur, Medien, Musik, Kunst, Tanz, Theater und Geschichte zugehörig und werden von den kleinen Kulturstrolchen mit Begeisterung angenommen.

 

35.4. Gesundheitsförderung und Prävention mit dem Projekt Klasse 2000

Gesund, stark und selbstbewusst – so sollen Kinder aufwachsen. Dabei unterstützt sie das Projekt Klasse 2000, das in Deutschland am weitesten verbreitete Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung, Sucht- und Gewaltvorbeugung in der Grundschule. Seit vielen Jahren nimmt unsere Schule schon an diesem Projekt teil.

Mit Klasse 2000 und seiner Symbolfigur KLARO erfahren die Kinder, was sie selbst tun können, damit es ihnen gut geht und sie sich wohlfühlen. Frühzeitig und kontinuierlich von Klasse 1 bis 4 lernen die Kinder mit Klasse 2000 das 1x1 des gesunden Lebens – aktiv, anschaulich und mit viel Spaß. Lehrkräfte und speziell geschulte Gesundheitsförderer gestalten rund 15 Klasse 2000-Stunden pro Schuljahr zu den wichtigsten Gesundheits- und Lebenskompetenzen. So entwickeln Kinder Kenntnisse, Haltungen und Fertigkeiten, mit denen sie ihren Alltag so bewältigen können, dass sie sich wohlfühlen und gesund bleiben.

 

Ziele

  • Kindern ist es wichtig, gesund zu sein und sie sind überzeugt, selbst etwas dafür tun zu können.
  • Kinder kennen ihren Körper und wissen, was sie tun können, damit er gesund bleibt und sie sich wohl fühlen
  • Kinder besitzen wichtige Lebenskompetenzen: z.B. mit Gefühlen und Stress umgehen, mit anderen kooperieren, Konflikte lösen und kritisch denken.

Themen

  • Gesund essen & trinken
  • Bewegen & entspannen
  • Sich selbst mögen & Freunde haben
  • Probleme & Konflikte lösen
  • Kritisch denken & Nein sagen
  • Mit großer Motivation nehmen die Kinder an diesem Projekt teil.
  • Unser Leitspruch dabei: „Gesund und fit – mach auch mit!“

 

35.5. Außerschulisches Projekt „Starkes Ich, nettes Du, unschlagbares Wir“

Seit ein paar Jahren nehmen jeweils die Kinder der 2. Klassen unserer Schule an dem Projekt „Starkes Ich, nettes Du, unschlagbares Wir“ teil. Dieses Projekt zur Vermittlung von Sozialkompetenz und zur Gewaltprävention umfasst sieben Einheiten mit jeweils einer Doppelstunde pro Woche.

Unter Sozialkompetenz werden alle Fähigkeiten und Fertigkeiten verstanden, die die Mitglieder einer Gesellschaft befähigen, miteinander einander tolerierend und respektierend in einer Gemeinschaft zu leben.

Einige der wichtigsten Fähigkeiten und Fertigkeiten sind

  • Selbstwertgefühl
  • Selbstvertrauen
  • Achtung
  • Respekt
  • Kritikfähigkeit
  • Teamfähigkeit
  • Kooperation
  • Konfliktfähigkeit.

Die Kinder üben in Spielen und Rollenspielen einen fairen Umgang miteinander. Sie lernen für sich Grenzen zu setzen und die Grenzen anderer zu achten

 

35.5. Theaterpädagogisches Projekt: Mein Körper gehört mir

Seit 2012 nehmen die Klassen 3 und 4 im zwei Jahres Turnus im Rahmen der „Sexualerziehung“ am Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir!“ teil.

Der nachfolgende Pressetext der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück erklärt das Projekt umfassend:

„Mein Körper gehört mir!“ - ein dreiteiliges, interaktives Präventionsprogramm für Kinder der 3. und 4. Klassen über die Grenzen, die niemand überschreiten darf.

„Wenn wir ein Ja-Gefühl haben, können wir Ja sagen, wenn wir ein Nein-Gefühl haben, können wir Nein! Sagen. Wir können anderen sagen, wie wir uns fühlen, wenn wir berührt werden.“

        

                Aufführung in der GG Vilsendorf, Bielefeld

Hände abklatschen ist toll, und auch beim sanften Bürsten durch die Haare hat man ein positives Gefühl. Doch wenn der Nachbar einem beim Halten des Tennisschlägers an den Po fasst, löst dies ein Nein-Gefühl aus. Es gibt Berührungen, die wir nicht wollen. Davon und wie man auf sie reagiert, handeln die Spiel- und Interaktionsszenen von „Mein Körper gehört mir!“.

Seit 1994 ist die theaterpädagogische Werkstatt (tpw) mit ihrem Präventionsprogramm gegen sexuelle Gewalt an den Schulen im Bundesgebiet zu Gast. Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 70 Spielerpaare in den 3. und 4. Klassen im mobilen Einsatz. Dort zeigen sie die interaktiven Spielszenen an drei Vormittagen für jeweils eine Schulstunde.

Das Thema sexueller Missbrauch wird den SchülerInnen kindgerecht nahe gebracht. Die einzelnen Teile des Programms widmen sich den Themen Ja- und Nein-Gefühle, sexueller Missbrauch durch Fremde und durch Täter aus dem Nahbereich der Kinder. Trotz der ernsthaften Inhalte wird viel gelacht, gesungen und über die von den beiden Darstellern gespielten Szenen diskutiert. Den Kindern wird erklärt, was sexueller Missbrauch ist. Sie werden aufgefordert ihren Gefühlen zu trauen und sie erfahren, dass jeder das Recht hat, „Nein!“ zu sagen, wenn eine Berührung unangenehm ist, oder wenn ein anderer meine persönlichen Grenzen überschreitet.

„Mein Körper gehört mir!“ wird regelmäßig in Kooperation mit Fachleuten inhaltlich und sprachlich überarbeitet, um den wandelnden Herausforderungen, denen Kinder sich gegenübersehen, aktuell

zu begegnen. So wurde u. a. das Thema Internetgefahren integriert und die Bedeutung jugendlicher Täter bei Übergriffen auf Kinder adäquat inhaltlich umgesetzt.

Diese Vorgehensweise zahlt sich aus. Die nachhaltig präventive Wirkung des Programms wurde durch die Heinrich-Heine-Universität beim Einsatz an Düsseldorfer Schulen evaluiert. Und auch die Goethe-Universität Frankfurt kommt in ihrer aktuellen Untersuchung an Bielefelder Schulen zu einem positiven Fazit. SchülerInnen, die an dem Präventionsprogramm teilgenommen haben, waren deutlich besser über sexuellen Missbrauch informiert und hatten mehr Handlungsoptionen für kritische Situationen als Kinder der Kontrollgruppen.

Wissen macht stark! Je besser Kinder informiert sind und ihre eigenen Wahrnehmungen und Gefühle einschätzen können, desto besser sind sie geschützt. Die tpw und ihre engagierten SpielerInnen unterstützen mit den entwickelten Präventionsprogrammen Kinder auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben. Sie werden ermutigt, ihren Nein-Gefühlen zu vertrauen und anderen davon zu erzählen und sich Hilfe zu holen, wenn sie Hilfe benötigen. Es gibt Grenzen, die niemand überschreiten darf! Dies ist die eindeutige Botschaft, die die Kinder mit nach Hause nehmen können.

 

Zusätzliche Informationen zum Thema finden sich unter www.tpw-osnabrueck.de. Und auch für Kinder hat die tpw eine spezielle Website eingerichtet. Auf www.meinkoerpergehoertmir.de können die wichtigsten Inhalte des Programms noch einmal nachgelesen und anhand der Comiczeichnungen nachbetrachtet werden.

Da der Verein „Menschen gegen Kindesmissbrauch e.V.“ das Präventionsprogramm “Mein Körper gehört mir!“ regelmäßig finanziell unterstützt, fielen bislang keine Kosten für die SchülerInnen an. An dieser Stelle einen herzlichen Dank!

 

35.6. Logopädie – Ergotherapie

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

36. Chronik bis 2001, ab 2001, ab 2010

(Dieser Punkt wird zur Zeit überarbeitet)

 

 

 

Stand: November 2017